Eine Frau fährt in die Heimatstadt ihres Vaters um nach ihm zu schauen. Der Vater ist jedoch spurlos verschwunden und die meisten Bewohner der Stadt offenbar Zombies. Glauben schenken tut man ihr nicht, die Frau ist in der Irrenanstalt gelandet und man wird rückblickend erfahren was geschehen ist.
Messias des Bösen ist sehr schönes Beispiel für gelungenen Horror Anfang der siebzieger. Von der Story her wohl leicht beeinflußt von Romeros Night of the living Dead, obwohl nie so recht deutlich wird, zu was letztendlich die Bewohner von Point Dune transferrierten. Die Menschen benehmen sich wie Zombies, ernähren sich auch von rohem oder lebendem Fleisch, aber von lebenden Toten war eigentlich nie die Rede im Film.
Die Geschichte handelt von der jungen Arlette die auf der Suche nach ihrem Vater ist, aber von den Dorfbewohnern, die sich tagsüber wie normale Bürger geben, nur ausweichende Antworten bekommt. Zusammen mit einem anderen zugereisten und dessen zwei Begleiterinnen kommt sie den Geheimnissen des Küstenstädtchens dabei immer weiter auf die Spur. Dabei gelingt es Messiah of Evil sehr gut beim Zuschauer Verwirrung zu stiften, da man sehr lange Zeit so recht gar keine Ahnung hat, was denn da nun seltsames in dem Städtchen vorgeht. Erschwerend kommt hinzu das die Geschichte als Rückblende erzählt wird, von einer wirr daherschwafelnden Frau in einem Irrenhaus. Zusätzlich dazu wird als erste Szene ein Kill gezeigt, der nicht nur mit der Resthandlung nichts zu tun hat, sondern ihr sogar noch widerspricht. (Tötung durch Messer ohne Freßabsicht).
So erhält man Häppchen für Häppchen durch die Geschehnisse mehr Einblick, hinzu kommen noch immer wieder eingestreute Tagebucheinträge des Vaters, die stetig wunderlicher und düsterer werden. Die Atmosphäre ist jedenfalls sehr unheimlich und bedrohlich dargestellt. Besonders die Szenen im Kaufhaus und vor allem im Kino gehen unter die Haut, ohne eigentlich allzu viel zu zeigen. Grobe Gewaltakte finden auch nicht statt, der Film punktet mehr durch seine morbide Stimmung. Action findet eigentlich nur in wenigen Szenen statt, Exposition geschiet meist über Dialoge oder den vorgetragenen Tagebuchseiten, die Erzählweise paßt aber ganz dazu.
Ganz kapiert habe ich die Hintergrundgeschichte aber nicht, vor 100 Jahren kam ein dunkler Priester in den Ort und sorgte für die Veränderung der Einwohnerschaft. Warum dann allerdings nach all den Jahren noch längst nicht alle Bewohner umgewandelt wurden bleibt ebenso rätselhaft, wie die Verbreitungsmethode. Mal geschieht das durch Biss, mal offentlich durch Übertragung durch die Luft (wie beim Polizisten), so richtig einig wird sich das Drehbuch hierbei nicht. Abgesehn davon ist Messias des Bösen ein Film der mit einfachsten finanziellen Mitteln ein Maximum an Spannung herausholt. Gute Sache
7/10