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Dieser Found Footage Film gibt vor, authentisches Videomaterial zweier Serien Killer zu zeigen. Es handelt sich um zwei Vietnam Veteranen, die vorzugsweise Frauen entführen, quälen und töten.


Bei Amateurfilmen im Found Footage Stil denkt man zunächst an die bekannte Mordum Reihe oder vielleicht an Gateway Meat (2008).Dieser Film ist allerdings deutlich amateurhafter, außerdem hat er einen unterschwellig schwarzen Humor oder ist stellenweise unfreiwillig komisch.
Das liegt zunächst an den zwei Hauptfiguren, die bemüht einen auf Psycho machen aber letztlich nur "Trashtalk" von sich geben und absolut unglaubwürdige Bösewichte abgeben.
D.h. sie sprechen viel über Vergewaltigung, Sex und Folter aber davon sieht man relativ wenig im Film.

Die nackten Frauen werden größtenteils von den Beiden vollgelabert. Gelegentlich geben die Veteranen auch mal eine Geschichte aus Vietnam zum Besten und sprechen direkt in die Kamera.Optisch hat man auf einen Heimkamera/VHS Look gesetzt. Es kommt gelegentlich zu Bildfehlern, wie Verzerrungen und die Aufnahmen sind fast permanent mit Musik unterlegt. Dieses Stilelement soll Authentizität erzeugen, bewirkt allerdings das genaue Gegenteil, da es inflationär eingesetzt wird und viel zu sehr dem Klischee dessen entspricht, was sich der Ahnungslose unter einem Snuff Film vorstellt.

Etwas Gore gibt es dann doch, folgende Highlights sind zu sehen:
Eine Frau muss aus einem Hundenapf fressen und bekommt anschließend mitgeteilt, dass sie gerade ihr eigenes Kleinkind gegessen hat. Danach wird sie getötet und die Killer reiben die Gedärme der Frau an ihren Genitalien.
Ein Auge wird rausgerissen und in den Mund genommen.
Ein abgeschnittener Penis wird in den Mund gestopft, die Schrotflinte kommt in den Hintern...Das Meiste geschieht im Off und die Effekte sehen ohnehin unecht aus. 

Der gesamte Film ist zu keiner Sekunde glaubwürdig aber dennoch ein sehr extremes Sleazefest. Keinesfalls so ernsthaft wie Scrapbook (2000) oder Snuff 102 (2007) und Lichtjahre von der Härte von Filmen wie Pledge of Allegiance (2007), Megan Is Missing (2009) oder dem überragenden Poughkeepsie Tapes(2007) entfernt. Ich empfand den Film stellenweise als ultra schwarzhumorig und konnte ihn nicht richtig ernst nehmen, darum hat er mir ähnlich gut wie Bride of Frank (1996) oder Necro Files (1997) gefallen. 

Wer Amateurfilmen zugeneigt ist und mit geschmacklosen sadistischen Quälereien in Filmen keine Probleme hat, der dürfte seine Freunde an den geisteskranken Serienkillern haben, die auf dem intellektuellen Niveau von Beavis and Butthead sind.

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