Review

Zum sechsten Mal hausen die degenerierten Rednecks in den Wäldern West Virginias, obgleich man in Wahrheit bereits in Bulgarien angekommen ist. Im Kern hat sich seit dem Erstling des Franchises jedoch nicht viel geändert, denn Fleisch bedeutet Leben und die Blutlinie muss eben... fortgesetzt werden.

Danny erbt unerwartet ein altes Resort-Hotel in den Appalachen und beschließt, dieses mit Freundin Toni und einigen Freunden zu inspizieren. Vom Geschwisterpaar Jackson und Sally empfangen, fühlt sich Danny sogleich heimisch, während die anderen eine Poolparty anzetteln.
Das gefällt den mutierten Inzucht-Kannibalen in den umliegenden Wäldern gar nicht...

Bekannte Darsteller tauchen in der Reihe mittlerweile nicht mehr auf, stattdessen setzt man verstärkt auf attraktive Damen, welche allesamt blank ziehen, was hier bereits während der Einleitungsszene geschieht. Ansonsten fallen die schwachen Charakterzeichnungen der Stereotypen leider eher negativ auf und auch Danny bringt als eigentliche Hauptfigur lediglich das Trauma eines gescheiterten Brokers ein.

Das Interieur des Anwesens lässt zumindest etwas Altehrwürdiges einfließen, auch wenn das Ganze zu keiner Zeit nach West Virginia aussieht. Uraltes Mobiliar, auffallend hohe Decken, überaus geräumige Säle und der nicht ganz dazu passende Pool kreieren eine Stimmung zwischen Reise in die Vergangenheit und totaler Isolation.
Der umliegende Wald wirkt zwar austauschbar und die drei Mutanten One Candy, Saw Tooth und Three Fingers mischen nicht mehr ganz so fleißig mit, doch wenn blutig zugeschlagen wird, dann auch richtig und fast durchgehend handgemacht.

Zumindest ist die Zweckentfremdung eines Schlüsselbundes erstaunlich und noch effektiver ist der Einsatz eines Wasserschlauches an der richtigen Öffnung. Ferner gibt es Genickbruch, Stacheldraht an fiesen Gesichtsstellen, Pfeileinschüsse und entstellte Gesichter, was den Splatterfreund in der Fassung von knapp 91 Minuten durchaus freuen dürfte, zumal die Tötungen mit kurzer, aber nie übertriebener Härte in Szene gesetzt sind.

Die Geschichte selbst birgt allerdings keine Überraschungen, unerwartete Wendungen sind leider nicht zu verzeichnen und obgleich die letzten 20 Minuten recht flott vonstatten gehen, dürfte am Ende nicht viel hängen bleiben. Hintergründe um Inzest und Familienkernstücke werden zu oberflächlich behandelt, zuweilen wird dennoch etwas zuviel geredet, während diverse Nacktszenen zwar ästhetisch eingefangen sind, jedoch gleichermaßen stets Tempo und Spannung herausnehmen.
Fans der Serie erhalten zwar ein unterhaltsameres Sequel als diverse Vorgänger, für sich stehend bietet der Streifen jedoch nicht mehr als etwas besseres Mittelmaß.
5,5 von 10

Details
Ähnliche Filme