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Typisch deutscher Film: Verkopft, aber ohne klare Position oder klare Aussagen, nur mit halber Kraft vor sich hin trudelnd und mit nur wenig Entertainment. Nicht einmal die Entführung und wochenlange Geiselgefangenschaft eines systemtreuen Lehrers durch 2 rebellische und verzweifelte Schüler sorgen für ein bisschen Spannung. Außerdem reitet der Film so ein wenig auf der fragwürdigen Ostalgiewelle mit bzw. gehört zur frühen Vorhut von dieser, auch wenn die strenge Zensur (Stichwort: westliche Rockmusik) in der DDR und das furchtbare Anschwärzen von Mitbürgern im totalitären Staat am Rande kritisiert werden. Letztlich hat RAUS AUS DER HAUT bis auf die bildhübsche, aber leider stets sehr unnahbare Susanne Bormann nicht viel zu bieten und ist auch nur wieder der halbherzige Versuch, ein Stück deutsche Geschichte aufzuarbeiten.