Steve Austin, Hulk Hogan und Dwayne Johnson haben bekanntermaßen etwas gemeinsam: Sie sind ehemalige Wrestler und haben mehr oder minder erfolgreich eine Karriere als Schauspieler eingeschlagen, wobei sich das Performen eher auf die körperlichen Attribute beschränkt. Hinzu gesellt sich der Australier Scott Levy, alias Raven, welcher als Killer eine passable Figur abgibt, - mehr jedoch auch nicht.
Killer Resnik brachte vor einiger Zeit den Freund von Kelly um, nun gelingt ihm im Rahmen eines Gefangenentransportes die Flucht. Während zwei Cops die Spur aufnehmen, welche sie ins beschauliche Moonlight Bay führt, planen Kelly und ihre Freunde eine kleine Sause, doch die haben sie offenbar ohne Resnik gemacht...
Auch wenn der Horror-Thriller keine Gefangenen macht, - er hätte trotz der FSK18 uncut kaum harmloser ausfallen können, da in Sachen Gewalt lediglich ein Kehlenschnitt zu sehen ist.
Die übrigen Einlagen werden entweder nur angedeutet oder finden komplett im Off statt, was für dieses Genre eigentlich schon den Genickbruch bedeutet.
Die Geschichte steigt mit der Flucht des Bösewichtes ein, wonach sich die Erzählung in zwei parallel ablaufende Handlungsstränge aufteilt: Einerseits Kelly und ihre Studentenkumpel, die sich mit inhaltlosen Gesprächen beschäftigen und nur abhängen und die zwei Cops, welche später den örtlichen Ermittler ins Boot holen, was auch nicht sonderlich spannend abläuft.
Resnik taucht zwischenzeitlich komplett ab und es kommt erst ein wenig Spannung auf, als die Leute aus Kellys Kreis heimgesucht werden.
Zwar sind die düsteren Schauplätze wie Bar, einsame Landstraße oder geheimer Unterschlupf treffend gewählt, doch Atmosphäre will bei alledem nur bedingt aufkommen, zumal der Score durch Abwesenheit glänzt, was einem Streifen dieser Art selten wohl tut.
Es wirkt alles ein wenig billig und spätestens anhand der zwei Flashbacks erkennbar billig hingerotzt, was bei einem Budget von einer umgerechneten halben Million Euro auch nicht sonderlich verwundert.
So macht der dauerhaft stumme Killer wenig her und kann folgerichtig nur durch seine hünenhafte Erscheinung ein wenig punkten und auch ein paar körperliche Auseinandersetzungen untermauern lediglich, dass Autor und Regisseur Dru Brown mit seinem ersten Langfilm noch nicht so recht den Fokus findet.
Spannende Momente bilden deutliche Mangelware, nur der Twist (sofern man sich nicht bereits ausgiebig über den Inhalt informiert hat) vermag zu überraschen, wobei der Ausgang wiederum nicht sonderlich zufrieden stellt.
Für einen Slasher läuft das Treiben zu unblutig und unspektakulär ab, für einen reinen Cop-Thriller erhalten die Ermittler relativ schwache Figurenzeichnungen, wobei die durchweg schwachen Mimen mit ihren oftmals plumpen Dialogen ohnehin nicht viel ausrichten können.
Ein schwacher Erstling, der nicht gerade Hoffnung auf größere Werke macht...
3,5 von 10