Review

Inhalt (englische Fassung, ca. 89 Minuten):

Irgendwo in China, wohl während der 20er oder 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts.
Meister Fang (Han Chiang) leitet zusammen mit Sohn Fang Li (Li I Min) und Tochter Fang Yun Ku (Lisa Chiao Chiao) eine KungFu-Schule.

Sein Konkurrent ist der Casino-Boss Lung (Sit Hon), der Fang aus dem Weg geräumt sehen will.
Lung ist ein skrupelloser Gangster, wer im Casino nicht umgehend seine Schulden begleicht, wird zusammengeschlagen, und schon mal die Tochter des Schuldners einbehalten. 
Auch vor Mord schreckt Lung nicht zurück..., und Fang wird brutal getötet! 
Lung hatte dafür extra eine Gruppe von Thaiboxern (Shan Mao, Lung Fei, Law Bun, Su Chen-Ping) um den gefährlichen Nai Mi (Tien Yeh aka Tin Yau) engagiert!

Tochter Fang Yun Ku und Sohn Fang Li gelingt indes die Flucht. Natürlich wollen sie den Tod ihres Vaters rächen.
Mit Hilfe ihres Freundes Chow Chang (Hong Hoi) und dessen Vater (Cho Kin) wollen sie hierzu einen herausragenden KungFu-Fighter, "Tiger" Wong (Jimmy Wang Yu), gewinnen.
Dieser lebt mit seiner kranken Mutter (Chang Ping-Yu) in einer einsamen Hütte..., und hat seiner Mutter geschworen, nie wieder zu kämpfen.
Da Fang Yun Ku von einer Giftschlange gebissen wurde, bleibt sie jedoch bis zur ihrer Gesundung in der Hütte von Wong und dessen Mutter.

Lung lässt nicht locker, er will auch Fang Yun Ku und Fang Li tot sehen!
Er lässt sie durch seinen schmierigen Schergen suchen..., und schließlich überfallen die Gangster die Hütte von Wong, als dieser gerade nicht da ist.
Nach einem dramatischen Kampf werden alle brutal umgebracht..., auch die Mutter von Wong!

Wong erreicht die Stätte des Geschehens..., und schwört den Mördern Rache!
Er begibt sich auf einen blutigen Rache-Feldzug..., erst gegen Lung und dessen Schergen.
Dann nimmt er sich die Thaiboxer vor..., an einem Strand kommt es zum Show-Down um Leben oder Tod........


Fazit:

Meine kleine Wang Yu-Retrospektive geht weiter....

Im Jahre 1972 drehte Regisseur Wang Hung-Chang diesen typischen Wang Yu-Eastern-Actioner für das Studio "Hai Hua Cinema C." auf Taiwan.
Dieser Streifen wird als einer der schwächeren Eastern mit Wang Yu gesehen..., nun, so schlecht fand ich ihn nicht. Warum nicht mal auch melancholische Szenen setzen, mit einem lange zurückhaltenden Wang Yu..., der am Ende auftaut, und dann stimmt die rau-ruppige Action, und es wird ziemlich blutig!

In einfach-zweckmäßiger Kulisse setzt Wang Hung-Chang eine einfache Storyline schlüssig-flüssig um. Die Atmosphäre ist denn entsprechend nüchtern, das Label hat natürlich keine so großen Möglichkeiten. 
Doch es kommt mitunter sogar doch noch ein "Hauch von Shaw Brothers" auf, denn die Szenen an der Hütte Wang Yu´s sind im Studio gedreht, mit Kunst-Himmel, Kunst-Felsen mit kleinem Wasserfall..., und auch die Thaibox-Arena ist im Studio unter künstlichem Himmelsblau nachgebaut.
So kommt denn auch etwas Atmosphäre auf, so sorgt natürlich auch der Strand und das Meer im Finale mit hierfür..., der Streifen ist aber insgesamt natürlich kostengünstig gehalten.

Wang Yu hält sich denn zunächst zurück..., für seine Partnerin Lisa Chiao Chiao und ihren "Bruder im Film" Li I Min, ist es fast ein Glück, dass sie von einer Giftschlange gebissen wird. So bleibt sie denn in der Nähe des Helden..., es kommt zu ein paar melancholischen Szenen, und es ist klar, die Bösewichte werden Chiao Chiao stellen, in der Hütte des Helden, und ziehen diesen denn somit in die Sache rein.
Dass die Mutter des Helden getötet wird, sorgt denn für das entsprechende Involvement Wang Yu´s..., und dann geht´s zur Sache!
Das ist natürlich eine vorhersehbare Wende..., und sorgt für das unvermeidliche Rache-Motiv, und die erwartete Action!

Wang Yu spielt wieder mit müdem Blick, lässt wie gewohnt die ruppige Kampf-Sau raus..., mit zwei Messern wird so gründlich wie zackig aufgeräumt. 
Lisa Chiao Chiao ist seine Partnerin..., sie fightet tapfer, kommt dem Helden nur marginal nahe..., erwartungsgemäß.
Sit Hon spielt den skrupellosen Bösewicht solide überzeugend. Li I Min ist in einer kleineren, weniger gehaltvollen Rolle denn eher Gast-Star dieser Produktion.
Die Thaiboxer um Shan Mao und Lung Fei sind fast ausschließlich actiontechnisch gefordert, und für eine Reihe von Fights zuständig.
Chang Ping-Yu ist das alte, kranke Mütterlein..., und sorgt mit ihrem Ableben für die benötigten Motive hinsichtlich der Gewalt.

"The Hero" ("Die Todespranke der gelben Katze") ist ein Eastern, so ist denn die KungFu-Action das Wichtigste.
Leider sind die Kämpfe in der ersten Stunde kaum als hochklassig zu bezeichnen..., vor allem die Thaibox-Fights hätte man doch mit mehr Drive umsetzen müssen, stattdessen noch eine irreale Flugeinlage von Lung Fei. 
Dann werden die Choreographien denn bemühter, und Lisa Chiao Chiao kann endlich erste Duftmarken mit feinerer Technik setzen, als sie in der Hütte des Helden verzweifelt um ihr Leben kämpft!

Jetzt hat alles mehr dynamischen Drive..., und nun verliert auch Wang Yu alle Contenance. Doch ist er kein Fighter der auf elegante Technik setzt..., die Kampf-Sau Wang Yu steht für einen rau-ruppigen "Streetfight"-Stil.
So auch hier, doch mit viel Dynamik, hohem Tempo und einer gut mitgehenden Kamera..., prügelt sich Wang Yu mit zwei Messern durch die Reihen einer zahlenmäßigen Übermacht..., und der Bodycount ist enorm. 
So macht es denn doch noch Spaß, der dann insgesamt noch kernigen Action zuzuschauen..., und der Eastern- und vor allem Wang Yu-Freund kann denn damit noch prima leben.
Rau-derbe geht´s dann am Strand gegen die Thaiboxer weiter..., doch die Dramatik stimmt und es wird blutig.

"The Hero" ("Die Todespranke der gelben Katze") ist ein typisches Produkt jener Tage, als Wang Yu für kleine Studios arbeitete..., kostengünstig, einfach, rau, hart, blutig.
Fans von ihm können damit gut leben.....

6/10. 

Details
Ähnliche Filme