Wie gut „Frankenstein (1931) und mehr noch „Frankensteins Braut“ (1935) sind, wird immer dann untermauert, wenn sich unerfahrene Filmemacher an Varianten des Shelley Klassiker begeben. Denn Autor, Regisseur und Darsteller Jeff Monahan fährt sein Werk in nahezu jeder Hinsicht an die Wand.
Shelly (Joanna Lowe) arbeitet in der Leichenhalle und stielt Körper für ihre Experimente. Als es ihr gelingt, einen Menschen aus Leichenteilen zusammenzusetzen und diesem neues Leben einzuhauchen, muss sie sich auf einen langen Lernprozess einstellen. Im Zuge dessen verliebt sie sich in ihre eigene Kreatur…
Es ist einer dieser Streifen, die jede Hoffnung auf ein sehenswertes Werk binnen weniger Szenen zerschlagen: Minimale Ausstattung, eine nahezu beliebig hantierende Kamera mit merklichen Unsicherheiten und Mimen, denen jegliche Ausstrahlung fehlt.
Immerhin ist die Geschichte um eine Rahmenhandlung bemüht, in der Monahan einen alten Freund von Shelly verkörpert, welche im Rolli sitzend und augenscheinlich von einer schweren Krankheit gezeichnet, von ihren Experimenten berichtet.
Ansatzweise interessant werden diese ausladenden Rückblenden erst, als die Kreatur (ebenfalls von Monahan verkörpert) nach erstaunlichen Fortschritten in gesundheitliche Bedrängnis gerät, da sie menschliches Blut zum Überleben benötigt.
Die damit einhergehenden Gewaltszenen sind allerdings nicht der Rede wert und obgleich die meisten Effekte als auch das Make-up okay sind, hält sich das Blutvergießen in Grenzen.
Das deutlichste Manko ist Spannungsarmut auf allen Ebenen. Weder die Rahmenhandlung, noch die Ereignisse um das ungleiche Duo schüren Abwechslung, zumal das Szenario auf nur wenige Figuren begrenzt ist und sich fast ausschließlich in Kellerräumen abspielt.
Aspekte wie Nekrophilie, Einsamkeit und Todessehnsucht werden lediglich vage gestreift, denn in die Tiefe geht der Stoff zu keiner Zeit.
Insofern kann man sich den Streifen getrost schenken, selbst Trashfans schauen in die Röhre, mal abgesehen von der selten dämlichen Stimme der Kreatur und einer unfreiwillig komischen Tanzeinlage. Null Atmosphäre, null Spannung, dilettantische Ausführung, - eine überaus miese Interpretation des Frankenstein-Themas.
2,5 von 10