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Sie gibt sich [Achtung: Spoiler!] etwas verzwickt, diese mysteriöse & anspielungsreiche Paranoia-Thriller-Handlung im neo noir-Gewand nach dem gleichnamigen Roman Thomas Pynchons: Da macht die Black Guerrilla Family mit der Aryan Brotherhood Geschäfte, weil die Ansichten zur Regierung gar nicht so verschieden seien; da wird ein Aryan Brotherhood-Mitglied, welches Bodyguard des berühmten jüdischen Immobilienhais Wolfman ist, erschlagen aufgefunden, während Wolfman selbst, der angeblich von seiner Frau und deren Liebhaber in eine Nervenheilanstalt gesteckt werden soll, zeitgleich spurlos verschwindet - offenbar, wie es sich später andeutet, im Zusammenhang mit Golden Fang, wohinter sich ein Segelschiff, eine diffuser Zusammenschluss von Zahnärzten und/oder ein Drogenkartell verbergen soll (wahlweise von indochinesischen Heroinhändlern, die Kalifornien unterwandern, oder aber doch bloß von einer ganz bürgerlichen US-Familie betrieben); da ist ein Polizeispitzel, der Näheres weiß, aber um sein & seiner Familie Leben fürchtet und von seiner Frau gesucht wird, der gegenüber er für tot erklärt worden ist, ein finsterer Kreditgeber mit dem schönen Namen Adrian Prussia, der trotz schwerer Straftaten vom LAPD gedeckt wird und Kontakte zur Aryan Brotherhood hat, der nervöse Nervenheilanstaltsleiter Dr. Threeply, dessen dubioses Haus von Golden Fang selbst ganz gut zu profitieren scheint (und dessen Name Chryskylodon angeblich 'aus Gold gemachter Tierzahn' bedeutet), ein Aryan Brotherhood-Mitglied mit Hakenkreuz-Tattoo im Gesicht, das für Wolfman als Bodyguard tätig war, für Prussia (mit Überdosis-Spritzen und Bissen) mordet und im Chryskylodon Entzugs- & Meditationsrunden betreut, ein drogenabhängiger Zahnarzt, der eine folgenschwere Affäre mit der Tochter eines kriminellen Anwalts (der Kanzlei Voorhees-Kruger!) eingegangen ist, welche ihrerseits gerne von den Eltern in Threeplys Heim gesteckt wird, eine Ex-Freundin, die nun die Freundin des Immobilienhais zu sein scheint und genau wie dieser plötzlich von der Bildfläche verschwindet, ein herrischer LAPD-Detective, welcher der Hauptfigur mal übel mitspielt, mal mit ihr zusammenarbeitet, mit Prussia noch aus ganz eigenen Gründen ein Hühnchen zu rupfen hat und nebenbei als Gelegenheitsschauspieler unter anderem in Wolfman-Werbespots agiert... und natürlich erschreckend zufällige - oder doch von Ouija-Brettern und Himmelskörpern beeinflusste? - Knotenpunkte, in denen all dies einen Fall ergibt, welcher der ermittelnden Hauptfigur über den Kopf zu wachsen scheint - zumal ihr Drogenkonsum zusätzlich für ein paar Undurchsichtigkeiten sorgt und das Umfeld bisweilen in einer Sekten- & Kommunisten-Paranoia schwelgt.

Wenn man einmal von den äußeren Bedrohungen (die im Krimi, im Thriller, im Horrorfilm so weit verbreitet sind) absieht, dann ist der Kern eines jeden Unbehagens sicherlich in der grundsätzlichen eigenen Ohnmacht zu sehen: Die Erkenntnis, dass man nicht Herr der Lage (d.h.: jeder Lage) ist, dass man den (d.h.: allen) Umständen nicht gewachsen ist, dass man den Überblick (über alles) nicht erreichen kann, ist eine ausgesprochen beängstigende; und es ist eine, die jeder Mensch machen muss, sofern er bloß genug Weitblick besitzt, um seine Grenzen zu erspähen. Das Fremde und das Unbekannte sind daher stets potentiell verstörend und jede Macht - angefangen bei der Zeit, welche die eigene Vergäng- & Sterblichkeit garantiert! -, die einem überlegen ist, ist ein Garant fürs Unwohlsein. Und in "Inherent Vice" wächst der Hauptfigur ihr Kriminalfall tatsächlich über den Kopf: am eindrucksvollsten sicherlich dann, wenn sie leicht benebelt vor ihrem ausufernden, kompliziert verzweigten und rhizomartigen Tafelbild hockt, mit welchem sie die vielen Zusammenhänge veranschaulicht.
Der mehr oder minder hilflose, ohnmächtige, kleine Mensch, der sich gegen einfallende oder bestehende Widrigkeiten zur Wehr setzen muss, gehört daher zur Grundausstattung beinahe aller Erzählungen (der Literatur und natürlich auch des narrativen Films): Das Drama, die Komödie, den Kriminalfilm und den phantastischen Film durchzieht er gleichermaßen und das Kino hat dafür im Laufe der Jahre viele wirksame Bilder gefunden: der vereinzelte, entfremdete Mensch wird in einer Totalen vor oder neben freier Fläche präsentiert (in diversen Horrorfilmen oder auch in Antonionis Dramen), er wird in extremen Großaufnahmen präsentiert und dabei von seiner Umgebung isoliert, er wird gegen den Strom (der Wasser- oder Menschenmengen) schwimmend präsentiert.
Anderson - sicherlich einer der versiertesten US-Regisseure der Gegenwart - bleibt dann auch ganz lehrbuchmäßig (aber ohne die eigene Hand- & Schönschrift aus den Augen zu verlieren) dicht dran an seinem Doc Sportello, wenn die suspense einsetzt, zeigt ihn bei der Übergabe mit Golden Fang, bei seinem Ausflug zur Aryan Brotherhood, bei seinem Besuch der 'Straight is Hip'-Klapse Chryskylodon Dr. Threeplys und in Dr. Blatnoyds Golden Fang-Zahnarztpraxenturm ganz klein vor kahler Hausfassade, in weiter Wüstenlandschaft, vor & in imposanten Gebäuden, lässt ihn in den komischen Szenen im Slalom entgegenkommende Cops passieren, zeigt ihn allein vor einer Übermacht von Polizeifahrzeugen und bewaffneten Polizisten oder - peinlich scheiternd - beim ungelenken, stolpernden Versuch, dem bulligen Detective Bigfoot Bjornsen per Flucht über Motorhaube & Dach seines Wagens zu entkommen. Zudem fällt die Hauptfigur des Privatdetektivs als häufig bekiffter (beinahe-)Hippie ganz generell aus dem Rahmen der vielen seriösen Milieus, durch die sie wie ein - letztlich dann allerdings halbwegs erfolgreicher - Underdog streift, wenngleich sie am Ende die Aussicht auf ein größeres Vermögen noch verspielt, ehe sie diese überhaupt wahrnimmt. Dafür kittet sie immerhin - stellvertretend für die eigene! - eine fremde Beziehung.
"Inherent Vice" ist allerdings ein Film, der nicht nur daran interessiert ist, die Grenzen der Macht seiner Hauptfigur in passenden Bildern sichtbar zu machen, sondern ein Film, der nach Pynchons Vorlage daran interessiert ist, sein Publikum wie seine Hauptfigur mit knifflig verknäulten Fäden, kompliziert verwobenen Zusammenhängen, unpassenden Zufällen und vielen vagen Andeutungen zu konfrontieren, um eine Ahnung davon zu verschaffen, wie schwer und letztlich unvollständig die Erschließung der Wirklichkeit ist, wie schwer es fällt zu unterscheiden zwischen dem Anschein und dem Sein, zwischen berechtigten Zweifeln und paranoidem Wahn. Insofern ist es nur konsequent, dass am Ende des Films zwar viele Zusammenhänge und Abläufe deutlich klarer, aber nie hieb- & stichfest und endgültig bis ins kleinste Detail geklärt erscheinen. Nicht der Umstand, dass Doc Sportello am Ende seine Shasta in Sicherheit weiß und den für tot erklärten Gatten seiner Mandantin ins Familienleben zurückzuführen versteht, ist am Ende entscheidend, sondern der Umstand, dass genaue Abläufe und Tragweiten der Ereignisse doch zum Teil im Dunkeln bleiben: und sei es bloß die banale Frage, wieso man sich als Jude mit der Aryan Brotherhood umgibt und weshalb diese sich nicht nur darauf einlässt, sondern zugleich auch mit den Black Guerrillas paktiert (und umgekehrt). Nicht ganz so radikal wie in Pynchons Klassiker "The Crying of Lot 49" (1966) - wo die Frage, welche die Hauptfigur umtreibt, gar nicht geklärt wird - bleibt offen, was wahr, wahrscheinlich, unwahrscheinlich oder falsch ist, aber die Ungereimtheiten sind noch faszinierend genug am Ende des Films - und werden schon in der ersten Viertelstunde hervorgekehrt, wenn Doc Sportello bereits leicht überfordert ein 'paranoia alert' in sein Notizbuch kritzelt. Zudem wird man nicht bloß über die - von Josh Brolin sehenswert ausgefüllte - Figur Bigfoot Bjornsen darauf gestoßen, dass andere Figuren abweichende Perspektiven einnehmen und mal mehr, mal weniger Informationen zur Verfügung haben: was immer auch passiert, kein Individuum wird es zur Gänze erfassen können, zumal dieses 'was' nie ohne fließende Grenzen von einem Rest vollständig abgetrennt werden kann. Der Film präsentiert seine diversen Figuren als Rädchen im Getriebe, das schon gar nicht mehr von den einzelnen Rädchen überblickt werden kann; teilweise kennen die Figuren ja nicht einmal die Mitmenschen, mit denen sie seit langem zusammenleben, -wohnen oder -arbeiten: insofern ist "Inherent Vice" auch ein sehr politischer Film, der vorschnelle Schlüsse, Meinungsmache und felsenfeste Perspektiven der Lächerlichkeit preisgibt und damit trotz seines nostalgisch geschönten 70er Jahre Settings ausgesprochen aktuell ist (gerade auch in Europa).
Der Versuch, sich die Welt (oder bloß Teile davon) zu erklären, ist - sofern er für sich in Anspruch nimmt, der Weisheit letzter Schluss zu sein und wirklich alle Unklarheiten & Einwände beseitigt zu haben - zutiefst absurd: insofern ist auch Doc Sportello, gleichwohl häufig neben der Spur stehend, beileibe keine lächerliche (oder zumindest: bei weitem nicht die lächerlichste) Figur, weil er sich - sobald ernüchtert - über seine Unkenntnisse und seine Nähe zur Paranoia doch im Klaren ist; vollkommen absurd erscheinen hingegen jene Figuren, die der Paranoia komplett erliegen: etwa die Polizisten, die Zusammenkünfte von mehr als drei Zivilisten skeptisch beäugen, sobald diese etwa schulterlanges Haar tragen; oder Dr. Threeply, der voller Verzückung den scheinbar in- & auswendig gelernten Dialog des fanatischen Educational-Streifens "Red Nightmare" (1962) mitsprechen kann: und dieser ist an Absurdität schon gar nicht mehr zu überbieten, wenn der amerikanische Protagonist dieses obskuren Kurzfilms in seinem Alptraum dem kommunistischen Geschichtsfälscher ins Gesicht schreit, dass das Telefon die Erfindung von Alexander Graham Bell und nicht die Erfindung eines Kommunisten sei. Und die Einbindung dieses irrwitzig-fanatischen - von George Waggner inszenierten - Propagandafilms, der heute eigentlich nur noch aus einer camp-Perspektive heraus betrachtet werden kann, ist quasi die Legitimation des Films, sich so vehement & zugespitzt der Paranoia zu widmen, die Sekten, Kommunisten und weitverzweigte Verschwörungen gleichermaßen fürchtet: In der geballten Dichte nimmt das zwar gewollt absurde Züge an, aber angesichts einer Realität, in der ernstlich so etwas wie "Red Nightmare" als Educational-Film produziert worden ist, mag das doch die angemessene Antwort sein; und das Setting des Jahres 1970 scheint mit Vietnam & Manson, mit dem gegenseitigen Misstrauen zwischen Polizei und Gegenkultur, als Zeitpunkt zwischen naiver Propaganda-Beschallung und aufkommendem Paranoia-Politthriller-Mainstream schlichtweg perfekt zu sein...

Als Film, der ein Netz von Zusammenhängen in Aussicht stellt, die nicht allesamt bewiesen werden (während die Enden des Netzes schon gar nicht mehr ins Blickfeld geraten), lässt es sich "Inherent Vice" nicht nehmen, wie Pynchons Vorlage auch fernab des Kriminalplots - und des möglichen Einflusses parawissenschaftlicher Phänomene: von der Hellsichtigkeit über die Telepathie und das Ouija-Brett bis hin zum Einfluss der Himmelskörper auf die menschlichen Schicksale! - mit Verweisen & Anspielungen zu hantieren: Prall gefüllt mit Zitaten & vagen Andeutungen, von denen ganz bewusst nicht alle sinnvoll sind, gerät der Film zu einem Werk, das in seinen filmhistorischen Vernetzungen zu erklären ein absurdes Unterfangen wäre... die Fülle dürfte nur in Gemeinschaftsarbeit zu bewältigen sein und ein großer Teil der Bezüge dürfte an sich ganz bedeutungslos und einfach bloß da sein, um allerdings eine Struktur zu bedienen, in welcher kausal zusammenhängend erscheinen kann, was eigentlich ganz zufällig in seiner Form vorliegt (und umgekehrt).
Wenn ein krimineller und gemeingefährlicher Anwalt für die Kanzlei Vorhees-Kruger arbeitet, dann liegen die psychopathischen & gefährlichen Züge auf der Hand; wenn ein Ermittler im Anwesen Prussias im Gummo Marx Way erschossen wird, dürfte das bloß noch eine Hommage und vielleicht ein kleiner Lacher sein (oder vielleicht doch ein Wink auf das verdeckte, unsichtbare Treiben Prussias, dem gerade der unbekannteste & inaktivste der Marx Brothers zugeordnet wird?); manche Figurennamen verweisen auf andere Romane Pynchons (Sledge Poteet), auf Romane anderer Autoren (Burke Stodger); manche Figuren spielen auf andere Filme an ("From Here to Eternity" (1953) oder den Godzilla-Kosmos) oder gehen wie John Wayne; der Lichtgestalter von Wolfmans Anwesen heißt wie Kameramann James 'Jimmy' Wong Howe; Dialoge spielen mal mehr, mal weniger offensichtlich auf einstige TV-Hits an ("Gilligan's Island" (1964-1967), "FBI" (1965), "Scooby Doo" (1969)), "Adam-12" (1968) läuft dann auch ganz direkt mal auf der Flimmerkiste (wenngleich um einen Josh Brolin-Auftritt angereichert)... neben solch recht literarischen Verweisen, die direkt aus der Vorlage stammen, fühlt man sich aber auch anhand mancher Bilder und Klänge auf andere Genreklassiker verwiesen, die dann auch über ähnliche Strukturen verfügen: Wenn Bigfoot Bjornsen sehr früh im Film als Afro-Hippie im Wolfman-Werbespot den Ausblick auf den Dominguez Hochwasserentlastungskanal anpreist, dann dürfte einen dieser Kanal an vergleichbare Eindrücke aus "Chinatown" (1974) erinnern - ein recht verstrickter neo noir, dessen Geschichte sich ebenfalls zwischen größeren Verstrickungen und individuelleren, kleinen Dramen bewegt; wer sich beim Soundtrack Johnny Greenwoods während der Doc-Shasta-Szenen und gegen Ende mehrfach an "Vertigo" (1958) erinnert fühlt, wird aufhorchen, wenn Spitzel Coy das in diesem Film zitierte chinesische Sprichwort - dass man, sobald man einer Person das Leben rette, fortan immer für diese(s) verantwortlich sei! - seinerseits zitiert (diesmal als altes Indianersprichwort, das Doc Sportello allerdings als bloße Erfindung eines Hippies bezeichnet)... mal ganz davon abgesehen, dass Reese Witherspoon rumläuft wie Kim Novak - inklusive des spiralförmig am Hinterkopf gewundenen Haupthaars. Und "Vertigo" ist nicht nur ein Film, an dem sich Docs Beziehung zur alten und zur neuen Frau bzw. zur wiederkehrenden alten Frau teilweise zu orientieren scheint, sondern vor allem natürlich - stärker als jeder andere Thriller der Filmgeschichte - ein Film über das Täuschen und das Erinnern: beides bildet die Grundlage für Andersons "Inherent Vice", in dem man sich als Zuschauer(in) pausenlos an alles Mögliche erinnern muss und sich letztlich doch nicht ganz sicher sein kann, wo & wann man getäuscht worden ist... vielleicht aber ist diese aufdringliche Ähnlichkeit zu "Vertigo" doch nur so rein oberflächlich wie all die Gesten & Motive aus film noir, Polizeifilm und Paranoia-Thriller, die durch "Inherent Vice" beständig geistern...
Aber nichts von alledem ist zu guter Letzt wirklich beliebig: Falsche & richtige Fährten, sinnvolle & sinnlose Verweise sind auf formaler & inhaltlicher Ebene gleichermaßen notwendig, um einen Film zu schaffen, der genug Unklarheiten, Uneindeutigkeiten und mögliche Zufälle besitzt, um sein Publikum mit den Grenzen möglicher Erkenntnis zu konfrontieren, während es zugleich dennoch genügend Stränge & Episoden gibt, die zufriedenstellend aufgeklärt werden... man behält in vielen Dingen die Orientierung, kann jedoch zugleich in vielen Dingen nicht die möglichen Zusammenhänge von den tatsächlichen Zusammenhängen klar unterscheiden und muss sich mit einer Unsicherheit abfinden, die einen perfekten Nährboden für paranoide Erklärungsversuche liefert: Alles an diesem Film begründen und erklären zu wollen, wäre - würde man ernsthaft auf eine endgültige Lösung hoffen - eben: absurd.

In diesem Sinne ist "Inherent Vice" ein großartiger Film, der ganz postmodern gestaltet auf die Grenzen der Erkenntnis pocht und den Umgang mit ihnen überdenken lässt - und noch dazu mit eleganten, komplizierten Kamerafahrten, sorgfältigen Bildkompositionen, einer wundervollen Montage und einem anspielungsreichen Soundtrack punktet, welcher die verschiedenen, höchst unterschiedlichen Stimmungen des Films unterstützt und das Unbekannte, das unter der Oberfläche zu lauern scheint, mit nervösen, alarmierenden Tönen in die ruhigen Bilder trägt. Damit handelt es sich formal wie inhaltlich um einen der eigenwilligsten & cleversten Filme der letzten Jahre, der von den komplizierten Wendungen von Genreklassikern wie "The Big Sleep" (1946) und der Atmosphäre des Paranoia-Thrillers geradezu erkenntnistheoretisch Gebrauch macht und an dem bloß der milieubedingte - aber anderson-typisch leider kein bisschen reflektierte - Sexismus irritieren mag... (mit dem aber auf der anderen Seite wieder der erfreuliche Umstand verbunden ist, dass die einstige Porno-Aktrice Belladonna einmal eine vernünftige Rolle in einem ambitionierten, nicht-pornographischen Spielfilm spielen kann...)
Für mich Andersons bislang bester Film.

10/10

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