"Formicula", "In der Gewalt der Riesenameisen" und natürlich "Phase IV" sind unterhaltsame Streifen über mutierte und angriffslustige Krabbler innerhalb des Tierhorrorgenres. Autorin und Regisseurin Carolyn Banks hätte sich vielleicht einen dieser Werke als Vorbild nehmen sollen, denn sie bekommt gerade mal eine Handvoll ganz normaler Ameisen vor die Linse.
Evan und Cory wollen ein neues Leben in Texas beginnen, doch bereits auf dem Hinweg wird Cory von Ameisen gebissen, woraufhin sich am Arm eine Pustel bildet. Evan lernt indes die Ameisenexpertin Olivia kennen, welche mit ihrem Vorgesetzten Lock dubiose Experimente durchführt. Kurz darauf wird Cory erneut gebissen...
Immerhin bestehen die Ameisen aus echten Viechern und nur zweimal wird auf CGI zurückgegriffen. Das verbessert die Gesamtsituation allerdings nicht, denn die Handlung schert sich im Kern herzlich wenig um die Sechsbeinigen. Stattdessen wohnen wir lange Zeit einem unsympathische Paar bei, bei dem es sich um einen Kinderwunsch dreht, es kommt Eifersucht hinzu, während die Forscherin mit ihrer Freundin Ideen austauscht, wie sie mit Evan umgehen soll. Ameisen kriechen irgendwo am Rande, werden jedoch zu keiner Zeit bedrohlich in Szene gesetzt.
Das würde wahrscheinlich auch an der miesen Kamera und dem unsauberen Schnitt scheitern, was unter anderem für eine unterirdische Optik sorgt. Nahaufnahmen nicht wirklich attraktiver Gesichter schüren nicht unbedingt Wohlbefinden und die lieblos aufgeklatschten Pusteln dürften wohl kaum einen Preis für Spezialeffekte erlangen.
Storytechnisch gibt es ohnehin keinen Anlass zum Mitfiebern, denn im Verlauf wird natürlich ein Drahtzieher entlarvt, der ein böses Spiel mit mutierten Viechern treibt, während im letzten Drittel eine fliegende Königin ins Spiel kommt, welche zumindest nicht völlig scheiße getrickst ist.
Das rettet diesen dilettantisch inszenierten und spannungslos ausgestatteten Amateurstreifen natürlich nicht mehr, denn die plumpen Dialoge der durchweg katastrophal performenden Mimen geben diesem Langweiler den Rest. Der wahrscheinlich schlechteste Ameisenfilm aller Zeiten.
2 von 10