Nightcrawler ist eine Mischung aus Drama und Thriller. Die Geschichte spielt in L.A. und erzählt von einem armen Typen, der sich mit allerlei illegalen Dingen durchs Leben schlägt und welcher den sehnlichen Wunsch hegt aus der Misere herauszukommen. Schnell macht er die Erfahrung, dass man als ehrlicher Bittsteller nur erniedrigt, ausgenutzt und abgelehnt wird. Als er eines Nachts an einem Unfall vorbeikommt und mitkriegt, wie ein Typ das Geschehen zuerst filmt und dann das Videomaterial an einen Fernsehsender verkauft, fängt er für die Idee Feuer. Von nun an hört er Nacht für Nacht den Polizeifunk ab und filmt das Geschehen an allen möglichen Tat- und Unfallorten. Erfolgreich verkauft er immer besseres Filmmaterial zu immer höheren Preisen mit immer höheren Einschaltquoten. Er ist ehrgeizig und besessen von der Idee sich rücksichtslos mit allen Mitteln bis an die Spitze hochzukämpfen. Seine Methoden um diesem Ziel näher zu kommen, sind eiskalt und von eisernem Willen geprägt. Er geht immer höhere Risiken ein.
Dieser Film entfaltet eine Atmosphäre, die den Zuschauer immer weiter in seinen Bann zieht. Man erwartet zunehmend eine Katastrophe und einen Zusammenbruch, doch alles baut sich immer weiter auf. Dieses Element zusammen mit der Darstellung des psychopathischen Hauptcharakters machen den Film im Kern aus.
Fazit: Außergewöhnliches Psycho-Thriller-Action-Drama, das einen Menschen portraitiert, der es satt hat, ein niemand zu sein und auf seinem Weg aus der Armut immer herzloser und selbstsüchtiger wird. Kein Film für eine Sammlung - aber einen Blick wert. (6/10)