Review

NIGHTCRAWLER ist schon allein wegen einer erneut grandiosen darstellerischen Leistung Gyllenhaals sehenswert, der sich zu einem zweiten Christian Bale entwickelt, indem er eher unbequeme/extreme Charaktere übernimmt und völlig in ihnen aufzugehen scheint.

Hinter der überdurchschnittlichen Inszenierung und der Leistung Gyllenhaals als ehrgeizigem Soziopathen bleibt leider die Story zurück, die nicht viel mehr als die nicht ganz neue Verbindung von Sozialsatire und Thriller zu bieten hat.

Dass die oftmals zynische Nachrichtenwelt manipulativ mit den Ängsten ihrer Zuschauer spielt und dabei deren Gier nach dem wenig empathischen Miterleben fremden Leids befriedigt, ist keine ganz neue Erkenntnis. Dieser Erkenntnis fügt NIGHTCRAWLER leider keine neuen Aspekte hinzu, außer dass die Arbeit innerhalb dieses Systems nicht nur viele an ihre moralischen Grenzen bringt, sondern eben auch Menschen ansprechen könnte, die hierin nicht nur keinen Widerspruch sehen, sondern sogar ihre befremdlichen Neigungen ausleben können.

Zwar bleibt NIGHTCRAWLER somit hinter den Erwartungen zurück, bietet aber aufgrund der genannten positiven Aspekte aber durchaus gute Unterhaltung abseits der üblichen Pfade Hollywoods.

7/10

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