Review

Es war eine Spontanverabredung und ich wusste nicht, worauf ich mich einlasse...
Soviel zu meiner Entschuldigung, mir diese Grütze überhaupt angetan zu haben.
Nach dem (vermurksten) Film hab ich mir den Trailer angesehen, der irgendwie um Längen erwachsener und stimmiger schien, aber diesen Anspruch kann der Film leider in keinerlei Hinsicht erfüllen.

Geschichtsabriss:
Ein Bubi macht seine Hinterwäldler-Prüfung als Jäger, findet dabei zufällig den entführten Präsidenten der US und schlägt sich mit ihm durch die Wildnis... (soweit noch ok) aber er haut dabei auch einigen bösen Buben auf die Mütze (und da ward es seltsam...).

Zum Film:
Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben und genau dieses Publikum sollte ihn in erster Linie wohl auch genießen, denn die Geschichte ist arg platt. Klar, in den 80er-Chuck-Norris-Streifen gings nicht pädagogisch wertvoller zu, aber das waren beinharte Actionstreifen, die zeit des kalten Krieges und damit Schwarzweißmalerei und kein Kinderunterhaltungsprogramm.
Die Geschichte ist einfachST gestrickt und erzählt, enthält keine wirklichen Wendungen und dient somit lediglich als Orientierungsfaden für eine recht hanebüchene Krawallbude.
Es war mir eine unglaubliche Freude, Ray Stevenson mal wieder auf der Leinwand zu sehen, zudem als Fiesling, aber seine Leistung bleibt ganz eindeutig hinter der aus "Punisher" oder "King Arthur" zurück. Von Samuel L. Jackson hat man ja schon einiges gesehen, aber was war das denn? Brauchte der Mann grad einfach etwas Geld und ließ sich für seine pure Anwesenheit bezahlen? So gehts quasi weiter und der einzig glaubhafte Darsteller ist die gezeigte Natur, die dieses Spektakel erdulden muss.
Früher gabs in Filmen zudem mal Dialoge. Damals war das ein Zusammenspiel mindestens zweier Darsteller, deren Gesprächsfetzen sich gegenseitig bedingen und beeinflussen. Dabei kann im Normalfall sinnvolles oder lustiges herauskommen. Hier sinds leider nur hohle Phrasen, die so runtergeleiert werden, dass einem nichts anderes übrig bleibt, als sich auf die gezeigten Bilder zu konzentrieren. Aber leider Fehlanzeige...
Wir schreiben das Jahr 2015, wieso aber sieht der Film abgesehen von der Schärfe nicht danach aus?
Die Effekte hätte ein begabter 12-Jähriger mit Buntstiften teilweise besser wahrscheinlich besser hin bekommen. Sicher ist das Geld dafür für die Gage Jacksons draufgegangen und man musste (?mit Buntstiften? - ohne begabten 12-jährigen) improvisieren...

Fazit: Warum also überhaupt 3/10 Punkten?
Leidlich unterhaltsam ist die ganze Chose dann schon noch, immerhin bin ich nicht eingeschlafen, dafür wars im Kino einfach zu laut.
Die Idee ist nicht wirklich neu, aber mir wär sie die 2 Sterne tatsächlich wert, HÄTTE die Umsetzung halbwegs passabel ausgesehen. Da hätte mit etwas Anstrengung ein zweiter "Cliffhanger" rauskommen können...

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