Spaßige Präsidentenjagd
"Big Game" paart "Goonies" und "Indiana Jones" mit "Taken" und "Air Force One". Ein absolut gelungener Throwback in die gute alte, kreative Actionzeit, wie man ihn gar nicht mehr allzu häufig und erst recht nicht so herzlich sieht. Kein fehlerfreier Film, ganz und gar nicht, doch mit dem Herz am rechten Fleck. Samuel L. Jackson spielt den US-Präsidenten und wird über der finnischen Pampa von Terroristen aus seiner Air Force One geholt. Gut, dass unten einer kleiner Finne seine traditionelle Jagdprüfung abhält und alleine durch die Wildnis streift. Nicht lange und er findet den mächtigsten Mann der Welt und das ungewöhnliche Team steht bösen Terroristen gegenüber...
Der Kern dieser Actiongeschichte liegt ganz klar in der Connection zwischen dem kleinen Jäger und dem recht hilflosen Staatsmann. Jackson und der süße Omni Tommila haben definitiv Chemie und verstanden sich sicher auch am Set richtig gut. Die Story ist zwar vorhersehbar, fern von Logik und so manch eine Actionsequenz hätte ein paar ausgefeiltere Choreos und Ideen gebraucht, doch im Endeffekt gewinnt ein Gesamteindruck von unschuldigem Spaß. Das finnische Waldsetting wirkt unverbraucht und jeder ist sich der augenzwinkernden Sache bewusst. Die Balance zwischen harter Action und Over-The-Top-Comicfeeling wird fein gehalten und gerade die jüngeren Filmfans wird dieses spezielle Survivaltraining für sich gewinnen. Und am Ende ist die Freude über die Selbstfindung und den errungenen Respekt des Jungen größer als die über den geretteten Präsidenten. Und gegen Sam Jackson als Präsident kann man doch eh nichts einwenden, oder?
Fazit: "Cliffhanger" trifft auf "Hunt For The Wilderpeople" auf finnisch. Wunderbar sympathisch, naiv und oldschool. Möglichkeiten waren bei der kreativ-naiven Grundidee aber noch weit mehr da!