Mit " Bloodsport " wurde der Belgier Jean Claude van Damme zum Actionstar, klar dass man fast das selbe Rezept nochmal kochte. Daraus wurde dann " Leon " und die Story stammt von Jean Claude höchstpersönlich. Sheldon Lettich übernahm die Regie, seine Inszenierung kann auch hier wieder überzeugen, daraus resultierte dann auch die zweite Zusammenarbeit mit Jean Claude in " Double Impact ". An den Kinokassen räumte man dafür ordentlich ab, doch trotzdem haben wir es hier mit einem von Van Dammes schwächeren Filmen zu tun.
Story:
Da sein Bruder in Los Angeles im Sterben liegt, flieht der Legionär Leon Gaultier ( Jean Claude van Damme ) aus der Fremdenlegion. Ohne Hab und Gut versucht er sich zu seiner Familie durchzuschlagen und trifft auf den verlotterten Joshua ( Harrison Page ), welcher kleine Straßenkämpfe aufzieht. Durch ihn lernt Leon " Die Lady " kennen, welche für Leon einige Kämpfe organisiert. Mit dem verdienten Geld will Leon seiner Familie helfen, doch die Fremdenlegion ist immer noch hinter ihm her und " Die Lady " will Leon durch einen scheinbar unbesiegbaren Kämpfer loswerden.
Da hat man ordentlich Raubbau begangen bei " Bloodsport ", natürlich ohne dessen Qualität zu erreichen. Die Sache mit den Straßenkämpfen ist immerhin recht neu, da sie in solcher Form noch nicht gegeben ist, aber der Rest von der intriganten Lady, bis hin zur kitschigen Versöhnung mit der Familie, das haben wir alles schon mal gesehen, daher treten auch kleine Längen zwischen den brutalen Fights auf. Überhaupt widmet man Hélène und der kleinen Nicole ( sieht aus Boris Beckers Tochter ) zuviel Zeit und versinkt durch das sehr steife Schauspiel gerade zu in Kitsch. Auch hält man dadurch das Spannungslevel recht flach. Immerhin können die Kämpfe einiges reißen, an denen Frank Dux als Choreograph mitwirkte. Hier wird alles mit den Fäusten ausgetragen, Schusswaffen kommen hier gar nicht zum Einsatz, aber dafür gibt es richtig in die Fresse. Jean Claude zeigt mit tollen Moves was er alles draufhat und der sehr ausgiebige Endkampf ist ein Fest für den Actionfan, dass Leon gewinnt weiss man aber schon vorher. Aber man wartet mit einigen Härten auf, wobei vor allem der Kampf gegen den Schotten gefallen kann. Nur sind die Fights meistens zu schnell geklärt. Der Score teilt sich in richtig gute Sounds, welche die Kämpfe gut untermalt und in richtiges Geschmalze.
Jean Claude Van Damme präsentiert sich hier noch fast ohne jegliches Schauspieltalent, nur Kampfmäßig hat er es einfach drauf. Harrison Page gibt einen netten Sidekick ab und versorgt den Film mit Humor, doch manchmal geht auch er tierisch auf den Sack.
Fazit:
Für van Damme Fans ist das Kult und jeder Actionfan kennt diesen Film. Geklaute Story mit viel Kitsch und toll choreographierten Fights, zur Unterhaltung reicht es. Aber der Belgier hat wesentlich bessere Sachen abgedreht, bei mir reicht es daher nur zu knappen 7 Punkten.