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Amerika zur Zeit des Bürgerkriegs: Die willkürliche Gewalt der Nordstaatler kostet zwei Mitglieder der Evans-Familie das Leben. Der junge Johs (Peter Lee Lawrence) schließt sich rebellischen Banditen an, um für Gerechtigkeit zu kämpfen, wird darüber jedoch selbst zum Verbrecher…

Ein handwerklich sorgfältiger, um historische Einbettung bemühter, emotional melodramatischer Italo-Western nach amerikanischem Vorbild, der seine um ihr Seelenheil stark besorgten Figuren beständig auffordert, ihre moralischen Zwiespälte zu verbalisieren und auszuhandeln, um am Ende zu der schlichten Erkenntnis zu finden, dass der Teufelskreis der Gewalt von einem edelmütigen Menschen rechtzeitig durchbrochen werden muss, damit die gegenseitige Auslöschung ein Ende finden kann. Leider wirken die wortreich ausgetragenen Gewissenskonflikte einigermaßen künstlich, ein bisschen so, als hätten die Autoren den Figuren ihre eigenen, von einer zivilisierten Weltsicht geprägten Bedenken in den Mund geschoben. Die flapsige deutsche Synchronisation reichert den im Grunde ernst gemeinten Film um zahlreiche unpassende Kalauer an.

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