Die ebenso geniale wie durchgeknallte Ärztin Dr. Tsu bietet für eine finanziell bessergestellte Klientel einen ganz besonderen Service an, denn auf ihrem auf einer Insel vor Manila gelegenen Hauptquartier kann man sich - gegen einen entsprechenden Obolus - die Körperteile von Spitzen-Sportlern transplantieren lassen. Die unfreiwilligen Spender, die als lebende Ersatzteillager herhalten müssen, lässt sie dazu aus aller Welt von ihren notgeilen Handlangerinnen herbeischaffen. Die vielen Entführungsfälle wecken auch die Aufmerksamkeit einer Versicherungsgesellschaft, die ihren besten Mann Mike Harber auf die Philippinen schickt, um der merkwürdigen Angelegenheit vor Ort auf den Grund zu gehen. Es dauert natürlich nicht lange, bis er den fiesen Machenschaften der Tsu auf die Schliche kommt, weswegen diese ihm auch prompt ihre Killer-Bräute auf den Hals hetzt... Bevor er sich Mitte der 80er mit den ersten beiden "Angel"-Streifen doch noch einen Namen in der (B-)Filmgeschichte machen konnte, hatte Robert Vincent O'Neill zu Beginn der 1970er-Jahre bereits an einer Reihe von Schundfilmchen gewerkelt, die heutzutage allesamt mehr oder minder in Vergessenheit geraten sind... und wenn man sich den vorliegenden "Liebesgrüße aus Fernost", der schnell und billig auf den Philippinen heruntergekurbelt wurde, so betrachtet, dann vermutlich auch zu Recht. Okay, zunächst lässt sich das alles überraschenderweise noch ziemlich gut an, mit Oben-ohne-Unterwasser-Aufnahmen von irgendwelchen Uschis, die in einem psychedelischen Swimmingpool herumplanschen, bevor da überhaupt die Anfangs-Credits ingeblendet werden. Die Geschichte, die dann im Anschluss in Gang gebracht wird, geht dann auch fast schon als eine lupenreine Parodie auf die hoch in Mode stehende James Bond-Franchise durch, wobei man dieser in Sachen Aufwand und Spektakel aber natürlich nicht annähernd das Wasser reichen kann, obwohl zumindest die Drehorte doch noch ein gewisses Maß an Exotik ins Spiel bringen. Die Zutaten für ein unverfängliches Trash-Vergnügen wären damit zwar eigentlich beisammen, aber irgendwie will hier dennoch kein echter Spaß aufkommen... und das, obwohl sogar Thomas Danneberg als deutsche Synchronstimme von Hauptdarsteller Ross Hagen die schnoddrigen Sprüche im Akkord raushaut (wobei die aber auch schon mal besser waren!). Eventuell ist die Handlung da doch glatt einen Tick zu blödsinnig und die präsentierte Action - vornehmlich ein paar hingehuschte und unchoreografierte Fights zwischen Darstellern, für die "Kampfsport" sichtlich ein Fremdwort ist - schlicht und ergreifend nur noch erbärmlich, so dass sich der Unterhaltungswert doch echt in Grenzen hält... und so mancher feiste Sexploutation-Hobel aus dieser Sparte, der da auf einem ähnlich niedrigen Produktions-Niveau rumdümpelt, macht da im direkten Vergleich noch sehr viel mehr her als "Liebesgrüße aus Fernost". Dass die Geschichte dann noch nicht einmal einen wirklichen Abschluss findet ist dann quasi die Kirsche auf der Quarktorte der Enttäuschung, denn die Macher haben da ganz augenscheinlich auf eine Fortsetzung spekuliert, die dann aber nie gekommen ist. Übrigens: Dass es sich hierbei trotz aller Mankos angeblich dennoch um einen der Lieblngsfilme von Quentin Tarantino handeln soll, beweist bestenfalls wieder mal nur, dass dieser einen recht zweifelhaften Geschmack besitzt und sich für seine eigenen Hollywood-Arbeiten von viel schierem Schund beeinflussen lässt... und man deshalb vielleicht auch nicht jedes Statement, das ihm so aus der Fressluke fällt, für bare Münze nehmen sollte (Grüße gehen raus an Paul Dano). Fazit: "Fernost" ist nicht "Moskau", aber zumindest noch besser als die "Lederhose"... immerhin!
4/10