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Kann mir schon vorstellen, dass der dem Quentin Tarantino gut gefallen hat. Es ist tatsächlich ein recht kurzweiliger Trash mit exzessiven Verfolgungsjagden durch das gleichermaßen geheimnisvolle wie lebhafte Manila und mit kessen Killermietzen in knallbunten Enterprise-Kleidchen und Lederstiefeln als sexy Handlangern einer Organhändlermafia. Die besonders schnodderige deutsche Version entwickelt mal wieder ein faszinierendes Eigenleben, aber genau diese herrlich debile Synchro wertet den Streifen auch noch irgendwie zusätzlich auf. Nur unser Agentenheld bleibt ein Hochstapler und eine Flachzange, weshalb dieser Part des Ganzen doch reichlich enttäuscht. Und obwohl als Exploiter für ein überwiegend maskulines Publikum konzipiert, verdeutlicht LIEBESGRÜßE AUS FERNOST doch die männliche Sorge über ein wachsendes weibliches Selbstbewusstsein in den frühen 1970ern.