Review

Basierend auf einer Idee von Hayao Miyazaki entstand unter Regie von Isao Takahata 1972 dieser Kurzfilm, rund um ein kleines Mädchen das mit einer Pandafamilie zusammenwohnt.
An sich ist „Panda Kopanda“ dabei allerdings wenig spannend.
Die Geschichte ist doch ziemlich dröge und vorhersehbar, plätschert die gute halbe Stunde Laufzeit mehr oder weniger vor sich hin, ohne dabei irgendwie so recht mitreißen zu können.
Der Film ist auch deutlich für das jüngere Publikum ausgelegt und versprüht noch nichts von dem Charme der die späteren Werke der beiden Ghibli-Gründer auch für die älteren Generationen so interessant macht.
Auch die Zeichnungen und Animationen sind doch deutlich in die Jahre gekommen und zeugen auf für 1972 nicht von einem großen Budget. Alles was nicht gerade Hauptfiguren sind muss vornehmlich durch äußerste Sparsamkeit glänzen oder gleich als Standbild sein Dasein fristen.
Kleine Highlights hat man dann aber doch versucht unterzubringen, wie eine Flussüberquerung mit Wasserspiegelung.

Was „Panda Kopanda“ allerdings trotz allem interessant macht, ist die deutliche Handschrift Miyazakis, die hier schon einiges vorweg nimmt.
So haben nicht nur die Pandas, sonder auch der Anfang der Geschichte an sich, doch eine auffallende Ähnlichkeit zu seinem späteren Film „Unser Nachbar Totoro“. Während die quirlige Mimiko mich vor allem an die 2 Jahre spätere Heidi aus der WMT-Reihe erinnert und einige Polizisten gradewegs aus Lupin stammen könnten.
Wobei ich mir vor allem Vorstellen könnte wie Miyazaki über die Jahre von den Pandas (zur Entstehungszeit von „Panda Kopanda“ grassierte in Japan gerade eine richtige Pandamania) zu den Waldgeistern aus Totoro kam.
Die Ähnlichkeit ist doch zu groß.

Aber sei’s drum.
„Panda Kopanda“ an sich ist jedenfalls höchstens etwas für die Jüngeren.
Die Geschichte wirkt einfach irgendwie unausgereift und es fehlt noch deutlich der Zauber späterer Werke.
In diesem Sinne eigentlich wirklich nur aus historischer Sicht interessant.

Details
Ähnliche Filme