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Fortsetzung, Spin off oder was auch immer, - nach zwei weiteren Teilen zu "The Scorpion King" und den damit verbundenen weitgehend negativen Kritiken, wurde es Zeit für eine Auflockerung des Franchises. Regisseur Mike Elliot, der seine Karriere mit einer Komödie startete, macht es genau richtig, indem er sein Action-Abenteuer stets mit einem leichten Augenzwinkern ausstattet.

Noch eben waren Drazen (Will Kemp) und Mathayus (Victor Webster) gemeinsam an einem Artefakt dran, da stellt sich Drazen als Verräter heraus, der seinen Vater, den König von Norvania tötet und es Mathayus, dem Scorpion King, in die Schuhe zu schieben versucht.
Mathayus, seine Begleiterin Valina (Ellen Hollman) und ihr Vater (Barry Bostwick) versuchen noch vor Drazens Armee an die magische Krone zu gelangen...

Nicht selten erinnert der Stoff an die Reihe "Indiana Jones", denn es gibt zahlreiche Räume mit fiesen Fallen, schräge Gegner und mit Bostwick einen skurrilen Vogel, der soeben versucht, per Katapult fliegen zu lernen. Flapsige Sprüche und einige Situationskomik geben binnen weniger Minuten die Marschrichtung vor, denn der Held erscheint zwar nahezu unverletzbar, doch zuweilen sprechen bestimmte Blicke Bände, während sein Love Interest nicht nur die passenden Antwort parat hat, sondern auch tatkräftig mitkämpft.

Inhaltlich geht es natürlich um nichts anderes als Macht, Intrigen und Verrat, Loyalität und das übliche Finale, in dem Gut und Böse aufeinander treffen. Dazwischen tummeln sich einige Fights, welche mit einigem Slapstick garniert sind, da sich die Gegner nicht selten selbst aus dem Spiel kicken, während ein Catfight im Käfig sogar einige Härte, wenn auch auffällig wenig Blutvergießen mit sich bringt.

Ein paar bekannte Gesichter wie Rutger Hauer und Michael Biehn absolvieren Gastauftritte als Könige und Lou "Hulk" Ferrigno mischt ebenso für einige Szenen mit. Darüber hinaus ist die Besetzung schlicht treffend, die Ausstattung geht, bis auf ein paar Auffälligkeiten bei den Kostümen in Ordnung und die wenigen Effekte in Form von CGI fallen passabel aus.
Sogar die Kamera bemüht sich um ungewöhnliche Blickwinkel, etwa beim Sturz von einer Schlucht, bei der das Gras in Nahaufnahme geplättet wird.

Wenn sich unser Held als Frau verkleidet, um in einen Heiligentempel zu gelangen, der von einer gewissen Feminina geleitet wird, weiß man in etwa, wie ernst sich der Stoff letztlich nimmt. Auch die Action wird zuweilen maßlos überzogen, denn es werden Figuren per Magie wie Fußmatten auf den Boden geklatscht, um zwei Szenen später unverletzt weiter zu kämpfen, während andere Individuen auch mal meterweit durch die Luft geschleudert werden und dabei folgerichtig einiges zu Bruch geht.

Eine Mumie mischt zwar nicht mit und Skorpione tauchen nur in einer Szene auf, doch anstatt eine ernsthafte Geschichte mit Anlehnung an die Vorgänger zu präsentieren, macht der Streifen durch seine leichtfüßige Art Laune, indem er augenzwinkernd einige altmodisch angehauchte Versatzstücke aneinanderreiht und sämtliche Mimen mit sichtlicher Spielfreude mitmischen.
Im Endeffekt also Futter für Trashfreunde, die sich bei hirnlosem Spaß mit einer Mischung aus Fantasy und Action berieseln lassen möchten.
Knapp
7 von 10

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