Review

Gesamtbesprechung

Achtung, Stillgestanden! Hiermit befehle ich ausdrückliches Lachmuskeltraining!

Full Metal Panic und vor allem der Nachfolger Fumoffu gehören wohl zu den lustigsten Anime die ich kenne. Aber nicht nur die genialen Witze sind gelungen, sondern auch die packende Militäraction, sowie die romantische Beziehung zwischen Kaname und Sosuke.
Jetzt könnte sich so mancher fragen, ob man so viele Elemente auch harmonisch in einen Topf packen kann. Und ich liefere eine klare Antwort: Ja man kann.
Worum geht’s in Full Metal Panic?
Sosuke Sagara ist ein pflichtbewusster Vollblut-Soldat im Dienste der Geheimorganisation Mitrihl. Allerdings wird er dank eines Spezialauftrags schon bald zu einem unfreiwilligen Schüler an der Jindai High. Denn der ausgebildete Waffenexperte muss die temperamentvolle Schülerin Kaname Chidori beschützen, da sie wegen ihrer verborgenen Fähigkeiten vermutlich bei einer Terrorgruppe ins Visier geraten ist. Um dieser Sache genauer auf den Grund zu gehen, soll nun Sosuke - ganz unauffällig und Undercover versteht sich- ein wachsames Aug auf sie halten. Tja, und auch wenn tarnen und täuschen zu den Hauptdisziplinen eines Soldaten gehören, fällt es Sosuke bei seiner Klassenkameradin dennoch ausgesprochen schwer, eben nicht aufzufallen. Denn durch seine gänzlich fehlende Sozialkompetenz tappt er nur allzu oft von einem Fettnäpfchen ins nächste. Hinter jeder Hecke könnte schließlich der Feind lauern und in jedem Spind Fach könnte eine Bombe schlummern.
Durch diese paranoiden Charakterzüge bringt sich Sosuke immer wieder selbst in eine peinliche (und urkomische) Situation. Bei der ansonsten ernsten Grundgeschichte macht aber gerade dieser abwechslungsreiche Kontrast die Serie aus. So wird es  (zumindest in der ersten Staffel) nie zu Ernst, als das der Zuschauer deprimiert sein könnte, aber auch nie zu albern, als das alles ins lächerliche abdriften würde. Die fetzige Kämpfe gepaart mit romantischer Schulcomedy und auch eine Prise Fantasy inklusive, sorgen für den gesunden Genre-Mix der zu jeder Minute Spaß garantiert.
Dank der erfrischenden Kombination wird FMP eben  zu einer richtigen Erlebnisserie.
Und das ist nicht nur der  durchdachten Geschichte zu verdanken, sondern auch der durchweg genialen Charaktere. Vor allem unsere Hauptdarsteller sind einfach zum Verlieben. Natürlich schlagen auch die anderen Charaktere - allen voran aber Teletha Tessa Testarossa, Kyoko Tokiwa, Melissa Mao und Sgt. Kurz Weber - wie eine Bombe in der Sympathieskala ein. Wer diese Truppe allerdings noch nicht live in Aktion gesehen hat, sollte dies schnellstmöglich nachholen um hier mitreden zu können.
Übrigens, was die Animationen und Zeichnungen angeht stellt FMP nach wie vor einer der Reverenzen dar. Sowohl die flüssigen Kampfszenen als auch die Mimik der einzelnen Charaktere, kann man nur als exzellent bezeichnen. Die vielen Details machen FMP zum echten Augenschmaus.
Die Idee dass man aus Militärhemen etwas Lustiges kreieren kann ist vielleicht nicht ganz neu. Allerdings ist FMP sehr viel lustiger und charmanter als vergleichbare Serien. Zudem ist die clevere Grundgeschichte auch ein Grund dafür, dass sich FMP deutlich vom Einheitsbrei abhebt.
Also: Achtung, Stillgestanden! Hiermit befehle ich ausdrückliches Lachmuskeltraining!

Mein Schlusswort:
Bei Full Metal Panic bleibt garantiert kein Auge trocken. Die vielen sympathischen und chaotischen Charaktere landen beim Zuschauer direkt einen Volltreffer. Natürlich auch ohne Schusswaffen, Herr Sagara!
Deshalb, schaut euch die Serie unbedingt an und danach gleich nochmal, denn der Wiederschauwert ist riesig.

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