"The Asylum" haben uns in den vergangenen Jahren ja bereits viel Murks mit tierischen Mutationen beschert, doch wer sich augenscheinlich von "Warm Bodies" inspiriert fühlt, sollte etwas cleverer herangehen und nicht die plumpe Richtung einschlagen, wie es etwa das Regieduo Seltzer/Friedberg ständig vormacht.
Auf dem Campus verbringt Nerd Chrissy viel Zeit im Labor und entdeckt dabei zufällig den Zombie Rigo, der 1985 infolge eines Experiments zum lebenden Untoten wurde. Rigo wird als neuer Schüler integriert, doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Gras nicht länger die Fleischeslust des Zombies hemmt...
Viel Gekreische, etwas nackte Haut und niveaulose Gags unterhalb der Gürtellinie prägen diese Klamotte, welche es kaum schafft, Komödie und Horror ansprechend zu vereinen.
Hauptfigur Chrissy ist eine zuweilen anstrengende Labertasche, während die heimliche Campus-Chefin Bambi auf den ersten Blick zwar als Double von Selena Gomez durchgehen würde, doch das stetige Gekeife ist auf Dauer ebenso ermüdend wie die zahlreichen sexuellen Anspielungen der oberflächlich gezeichneten Typen.
Einzig Rigo sticht ein wenig positiv hervor, da er einerseits kein Wort spricht, doch andererseits eine zuweilen treffende Mimik einfließen lässt. Natürlich hätte man die Vermenschlichung des Zombies noch effektiver auf die Spitze treiben können, doch diese Figur macht zumindest Laune.
Was dem anspruchslosen Treiben ebenfalls entgegenkommt, ist das latent hohe Erzähltempo ohne unnötige Verschnaufpausen. Dieses kaschiert zumindest ein wenig das Ausbleiben von deftigen Gewalteinlagen, denn zwei Enthauptungen und etwas spritzendes Blut per CGI sind im Endeffekt nichts für Splatterfreunde und auch Zombieanhänger erhalten recht übel geschminkte Untote mit schlichten Kontaktlinsen und etwas weißem Puder, was nicht gerade die Liebe zum Detail untermauert.
So liefern eingefärbte Tampons einen Anlass für kollektives Gekreische, an jeder Ecke wird Gras konsumiert, hinzu kommen witzlose Blowjobs und nacktes Herumhüpfen, während ein Gag dreist von "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" kopiert wurde.
Darstellerisch wird natürlich Overacting geboten, nur der Score bemüht sich, auch mal Klassik von Mussorgski oder Wagner einzubinden.
Oft albern, zuweilen nur plump, vermag der Streifen zwar ansatzweise zu unterhalten, doch zur Gruppe gelungener Zombiekomödien kann er beileibe nicht gezählt werden.
Nackte Haut, angedeuteter Sex und billige Zoten stehen einem Minimalgehalt an Horror gegenüber und so bedürfte es verdammt viel Weed, um mehr als einen Lacher zu ernten.
3,5 von 10