Review

Tempo & Amateur-Charme


Das war doch mal ein Ride... Super schnell, auf die Zwölf, direkt zur Sache & fast schon hektisch kommt dieser Low-Budget-Aussie-Zombie-Flick in dem Dawn of The Dead auf Mad Max trifft. Das bringt natürlich vor & Nachteile mit sich.

Der Film hat eigentlich keine richtige Story - was Pluspunkt sein kann, da bei vielen Zombiefilmen ja oft langsamer Passagen gerade von den Fans bemängelt werden, aber auch seine größte Schwäche, da er so eher wie ein Fan-Projekt wirkt als ein richtiger Film. Aber als Partyfilm mit genug Bier ist er sicher nicht schlecht, sogar im Gegenteil. Kurzweilig, brutal, lustig durch den dunkelhäutigen Dicken, mit einigen netten kleinen Gimmicks & noch nicht gesehenen Ideen wie ein von Zombies bzw. dessen Atem betrieber Wagen.

Lange Zeit laufen in Wyrmwood zwei Geschichten parallel: die eine über den seine Schwester suchenden Bruder (Mad Max Roadtrip durch Zombiehorden mit lustigen Mitreisenden), wesentlich actionlastiger & unterhaltsamer, als die andere lahme, Mad-Professor Story um die gesuchte Schwester, die dann irgendwann auch noch mental Zombies steuern kann. Klingt kurios & nach Quatsch - ist es im Grunde auch, aber ganz unterhaltsamer, durch comichaftes Tempo. 

Aber kann selbst ein Hochgeschwindigkeitszug von Zombiefilm komplett auf eine Story verzichten? Ich sage nein, sodass die Gesamtwertung nicht steigen kann. Obwohl mich der Film im Laufe seiner Spielzeit immer mehr überzeugt hat. Anfangs dachte ich aber noch oft: was ein billiger Schrott!

Fazit: mehr wäre drin gewesen, so retten den Film sein an allen Ecken & Enden sichtbarer C-Movie-Charme... trotzdem eher nur für Hardcore-Zombie-Fans!

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