Hallo, hier spricht Edgar Wallace!
Na ja, fast jedenfalls. Eigentlich basiert Das Wirtshaus von Dartmoor auf einem Roman von Victor Gunn, aber zur Wallace-Hochzeit Mitte der 60er Jahre, sieht das Ganze natürlich so aus, als hätte Eddie höchstselbst die Vorlage geliefert. Die Hauptrolle besetzt man dann auch einfach mit Wallace-Dauermime Heinz Drache, in den Nebenrollen tummeln sich ebenfalls ein paar der üblichen Verdächtigen und die Sets sehen natürlich auch so aus wie sonst. Moor und Nebel, Nebel und Moor, dazwischen die titelgebende Spelunke und ein wenig London für das echte England feeling. Da freut sich die Kinokasse.
Aus dem eigentlich ausbruchsicheren Gefängnis von Dartmoor, entkommen innerhalb kürzester Zeit 12 Gefangene. Da im Anschluss von ihnen aber jede Spur fehlt, vermutet Inspektor Cromwell (Paul Klinger), dass die Verbrecher nach ihrer Flucht umgebracht wurden. Eine Spur führt ihn zum gefängnisnahen Wirtshaus. Hier trifft er auf den zunächst noch etwas undurchsichtigen Anthony Nash (Heinz Drache), der ihm im weiteren Verlauf der Geschichte, dann aber bei der Lösung des Falls hilfreich zur Zeit steht...
So weit zur Geschichte, die sich dem Niveau des gesamten Films anpasst. Mittelmaß. Nichts an der ganzen Sache ist wirklich ärgerlich, aber es gibt auch nichts was einen vom Hocker reisst.
Drache ist sympatisch wie sonst auch, die restlichen Schauspieler agieren ebenfalls solide und die Musikuntermahlung würde auch in jeden anderen deutschen britischen Kriminalfilm dieser Zeit passen. Einzig das teilweise recht lahme Tempo hätte man etwas anziehen können und ein paar Unzulänglichkeiten in der Story sind auch vorhanden (eigentlich die gesamte Episode im Gefängnis).
Dennoch bleibt unter dem Strich die Definition von Durchschnitt. Hat man alles schon mal irgendwie gesehen. Teilweise besser, teilweise schlechter. Für Wallace-Allesgucker. (5/10)