Im zweiten Eberhofer geht es wieder recht trocken zu. Der Kriminalfall hat es in sich und ist leichenreich. Es geht um eine Familie, deren Mitglieder innerhalb kürzester Zeit bei skurilen Unfällen ums Leben kommen. Der letzte Verbliebene tourt schon bald mit einem neuen Sportwagen durchs Dorf. Nur Eberhofer glaubt hier nicht an Zufall und so kommt er Anlage-Betrügern auf die Spur. Deren weibliches Mitglied verdreht Eberhofer derweil den Kopf, mit Susi ist grad Pause....
Auch daheim geht es turbulent zu. Enzi Fuchs hat die Rolle der Oma übernommen, die sie auch in den weiteren Folgen spielen wird. Eberhofers Papa hackt sich beim Holzhacken auch gleich den halben Fuß mit ab und der Bruder telefoniert seiner weggelaufenen Frau hinterher. Flötzinger entpuppt sich als Sittenstrolch ob der "sanitären Dreifaltigkeit", versteht aber nicht, dass man erst ganz ganz ganz am Schluss nach dem Bumsen fragen darf. Und Birkenberger ist während einer Observierung mit einem Kinderschänder verwechselt worden und trägt ein Auge nun in Blau.
Der Humor der Folge ist sehr böse, tiefschwarz und sehr trocken. Noch nicht so klamottig wie in späteren Folgen. Deswegen zähle ich diesen Film mit zu den besten der Reihe. Auch die Darstellung einzelner Todesopfer ist recht derb geraten - ob die tote Oma, die am Baum baumelt oder der menschliche Matsch unter einem Container, bisweilen für diese Reihe doch recht harter Toback. Anderseits gibt es viele kleine superwitzige Regie-Einfälle wie z.b. Eberhofer mit Hund in der Badewanne oder der Gang mit der Oma zur Massage - kleine Überraschung am Ende...
Eine gelungene Mischung aus Dorfkrimi und pechschwarzem Humor. Sehenswert!