Wer Espinozas „Bring me the Head of Machine Gun Woman", 2012, schon mal gesehen hat, der kann erahnen was hier kommt. Action, Action, Action! Leider ist die Kameraarbeit und der Inszenierungsstil wie bei dem oben genannten Film keine Bombe. Die Umgebung von Chile wird auch nicht wirklich im guten Licht präsentiert, sondern zeigt eher ärmliche Verhältnisse, karg und doch romantisch. Big City Life ? - nein wohl eher nicht! Alles schlicht und einfach. Ein offensichtlich günstiger Independentfilm mit durchschnittlich begabten Darstellern, mit schmalen Budget und einer eher soliden Regiearbeit. Mehr ist dieser zusammengeschusterte Anti-Selbstjustiz-Thriller nicht. Immer wieder gibt es Szenen in denen die Hauptfigur Russisch Roulette spielt, denn davon hängt der kommende Tagesverlauf ab. In den Sequenzen, wo es zur Sache geht, gibt es oftmals ein Problem: während der Hauptdarsteller Marko Zaror (Machete kills) sich schlagkräftig gegenüber seinen Gegnern zeigt, sind diese oft ein lahmer und untrainierter Haufen. Da fehlt mehr Aggresivität und Durchsetzungsvermögen bei den Gegnern. Das Böse präsentiert sich eher auf dem lauwarmen Teller und wartet nur darauf sich kontinuierlich verdreschen zu lassen. Die Dynamik ist ungleich verteilt. Dynamisch hingegen ist der Einsatz von Zeitluppen, CGI - Ballereien und einem treibenden Electroscore.Der Einsatz von eingestreutem Humor wirkt bei mir absolut nicht, weil ich einen harten Film erwartet habe und eher unterhalten aber leider nicht überrascht wurde. Ein Jungens- aber eben kein Männerfilm! Da kenne ich wesentlich bessere Stangenware aus China und Hong Kong, die mir ungleich besser gefällt und die ich jedem empfehlen kann auszuprobieren.