Review
von Kakihara
"Meiner Meinung nach ist Gott nur dafür da, um den Menschen einen Grund zu geben sich gegenseitig umzubringen."
Eine starke Aussage mit einem wahren Kern, die hier von Michael Jai White in seiner Rolle als John Chapman getätigt wird. Da habe ich doch direkt mal einen coolen Spruch parat, wenn mich jemand mal nach meinem Verhältnis zu Gott fragen sollte. Ich bezweifele nur, dass ich bei meiner Antwort dann so cool und furchteinflößend wie Mr. White aussehe.
Aber wie dem auch sei, leider ist diese Aussage dann auch eine der wenigen Sachen, die ich als positive Erinnerung aus dem Film mitnehmen werde.
Darüber hinaus konnte mich Falcon Rising nur in einigen wenigen Aspekten überzeugen. Einer dieser Aspekte die mir durchaus gut gefallen haben, war die Martial Arts Action. Hier konnte ich staunend die Kampfkünste des Michael Jai White bewundern, der in diesem Film doch ziemlich brachial zulangt. Allerdings für meinen Geschmack im gesamten Verlauf des Filmes ein bisschen zu wenig.
Aber es gibt in Sachen Action ja auch noch einiges an Schießereien. Diese sind dann allerdings leider deutlich weniger gelungen. Vor allem das lächerliche CGI Mündungsfeuer beim Abschuss der Waffen, bleibt hier sehr negativ in Erinnerung. Gleiches gilt für die computergenerierten Einschusslöcher, und den an Platzpatronen erinnernden Waffensound. Wirkt sehr billig und steht damit im Kontrast zum ansonsten sehr ansprechenden Look des Films.
Denn Falcon Rising versteht es durchaus seinen hauptsächlichen Handlungsort Brasilien, sehr schön und wertig in Szene zu setzen. Obwohl laut Endcredits in Puerto Rico gedreht wurde. Aber die Illusion stimmt. Es sieht alles nach Copacabana und brasilianischen Favelas aus.
Die zugrunde liegende Handlung um die Yakuza und Kinderprostitution, ist mehr oder weniger spannend erzählt. Es gibt sogar mal sowas wie eine Überraschung. Wobei man die vielleicht auch schon einige Zeit vorher erahnen kann.
Fazit:
Der aufsteigende Falke spielt seine Qualitäten vor allem in den wuchtig choreografierten Kämpfen aus. Hier kann MJW echt glänzen. Wenn auch etwas zu wenig. Schade nur, dass die Schusswechsel dieses Niveau nicht erreichen. Insgesamt ein eher durchschnittlicher Actioner, von dem vor allem ein grandioses Statement in Erinnerung bleibt.