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Du hast versucht einen Adler am Fliegen zu hindern! 

Eine ehemaliger Militär und Kampfsportexperte in NYC ist des Lebens überdrüssig und will eigentlich nicht mehr. Doch als seine Schwester, die einzige Person, die ihm etwas bedeutet, in den Favelas Brasiliens bei humanitärer Hilfsarbeit schwer verletzt wird, findet die stoische Killermaschine wieder einen Sinn im Leben - vielleicht den letzten überhaupt?

Zwischen „Rambo V“ und einem typischen Michael Jai White-Videotheken-Maßanzug befindet sich „Falcon Rising“ für mich total im Mittelfeld - von MJWs Output, vom Actionallei, vom Unterhaltungswert! Brasilien ist immer eine Reise wert und im Rahmen eines Actionkloppers wirkt das sonnig, exotisch, rau und frisch genug. Jai White versohlt routiniert bis krachend sämtliche Gangstergesässe. Die Balance aus Entertainment und Härte stimmt. Die Kämpfe haben Druck, bleiben einem jetzt aber auch nicht ewig im Gedächtnis. Der Look ist leider arg glatt und hässlich. Die Bösewichte wirken austauschbar und bleiben trotz südamerikanischer Sonne blass. Und allzu viel Charakter und Alleinstellungsmerkmale hat „Falcon Rising“ jetzt nicht. Aber wirklich viel falsch macht er genauso wenig. Arschversohlen nach Zahlen. Eine angenehme Einschlafhilfe für B-Action-Fans - falls das Sinn macht. Einfachstes Wohlfühlterritorium. Nie aus seinem Käfig ausbrechend. Nie eine Enttäuschung. Weil man eben genau weiß, was kommt. 

Fazit: Standardniveau von und für MJW… Okay. Sonnig. Solide. Aber dann doch eher B-Seite. Wenn überhaupt. 

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