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Auch der vierte Marine bleibt seiner Linie treu und tritt seinen Dienst als Ein-Mann-Armee gegen eine nicht unbeträchtliche Horde böser Wichte an. Wrestler "The Miz" spielt wie bereits beim Vorgänger die Hauptrolle, was mit Sicherheit nicht die Idealbesetzung ist, - doch das war John Cena beim Original auch nicht.

Der ehemalige Marine John Carter (The Miz) arbeitet neuerdings bei einem angesehenen Sicherheitsdienst und soll mit einem Team die Whistleblowerin Liv zu einer geschützten Anlaufstelle kutschieren. Doch auf dem Weg geraten die Fahrzeuge unter Beschuss und fortan müssen sich Carter und Liv gegen gut ausgerüstete Söldner zur Wehr setzen...

Natürlich darf man bei einem B bis C Actioner, produziert von World Wrestling Entertainment, ausgestattet mit einem Budget von nicht einmal zwei Millionen Dollar keine explosive Mischung ungeahnter Schauwerte erwarten, doch immerhin kommt die Chose bereits nach fünf Minuten in Gang.

Da explodieren Fahrzeuge, es gibt eine Flucht mit dem Motorboot und eine Panzerfaust kommt zum Einsatz, während sich der Bodycount im Minutentakt erhöht, da zwischenzeitlich ein ganzes Polizeirevier ausradiert wird.
Es ist nahezu pausenlos Bewegung im Spiel, - da ist es schon schade, dass Carter ein austauschbarer Held mit wenig Präsenz ist, der anbei ein kleines Eye-Candy mit sich führt, welches immerhin auch mal beherzt zur Waffe greift.

Da sind bei den Söldnern nebst des obligatorischen Verräters aus den eigenen Reihen schon eher ein paar markante Gesichter auszumachen, obgleich auch diese nur klischeebedingt und meistens ohne große Überlegung drauf los ballern und auffallend oft ihr Ziel verfehlen, - bei einer Verfolgung und Dauerbeschuss auf eine Ladefläche sieht man die 1000 Schutzengel förmlich mitfliegen und die Kugeln abwehren.

Leider fehlen im letzten Drittel ein wenig Abwechslung und Schauwerte, da sich das Geschehen ausschließlich auf Kloppen und Ballern im Wald beschränkt. Man wundert sich zwar, wie Carter trotz stetiger Rückwärtsbewegung noch Fallen aus angespitzten Pflöcken und Trittvorrichtung basteln kann, aber das könnten auch noch Reste von MacGyver sein.

Zumindest ist die Action insgesamt passabel inszeniert, zumal Regisseur William Kaufman ("The Hit List") bereits einige Erfahrungen im Genre sammeln konnte. Zwar stören hier und da minimale CGI Einschübe, doch mit einem durchbohrten Gesicht werden auch mal härtere Geschütze aufgefahren. Die Fights fallen indes eher zweckdienlich aus, da hier der WWE Hintergrund deutlich zutage tritt und mehr Ringen mit einigen Handgriffen, denn Karate oder ähnliche Akrobatik geboten wird.

Letztlich ist die hohle und überraschungsfreie Story zweitrangig, denn hier dominieren Tempo und Action, welche keine Atempause zulässt, was letztlich auf Kosten der Figurenzeichnungen geht.
Dennoch eine nette Berieselung zum Hirnabschalten und für Genrefreunde mit geringer Erwartungshaltung für 90 Minuten durchaus kurzweilig.
6,5 von 10

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