Review

kurz angerissen*

Ein Flugplatz, eine Polizeistation, eine Holzhütte, ein paar Bäume und eine hübsche kanadische Gebirgslandschaft für die Hintergründe – mehr braucht der vierte Teil der “Marine”-Reihe nicht, um erstmalig einen WWE-Söldner zum zweiten Mal einzusetzen. Viel dazugelernt hat Mike Mizanin schauspielerisch nicht, imitieren seine Gesichtszüge doch weiterhin ungerührt die schiefgestellte Mimik der „Scream“-Maske, ganz gleich in welcher Situation er sich gerade befindet.

Das irreführende Cover verspricht eine Tag-Team- oder alternativ eine Versus-Konstellation. Tatsächlich macht sich die Wrestling- und Footballamazone Danielle Moinet auf dem Cover aber schlichtweg besser als das Babyface im Zentrum der Rescue-Mission, das traditionell naiv-dämlich gezeichnet ist und dem Drehbuch mit hochgradig bescheuerten Alleingängen immer mal wieder zu neuen Konstellationen verhilft.

Dramaturgisch gestaltet sich William Kaufmans Arbeit hochgradig simpel und nach folgt nach ein paar Ballereien den Spuren des ersten „Rambo“, Mann für Mann eher leise mit Hilfe von selbstgebauten Fallen auszuschalten, Momente, in denen sich das 18er-Siegel verdient wird. Matthew McCaull und Josh Blacker verkörpern solide die Hauptgegenspieler, Covergirl Moinet nimmt jene weibliche Handlangerposition ein, die seit „Expendables 3“ auf höherem Bekanntheitsgrad mit Ronda Rousey besetzt wird.

Das sättigt nur kurzfristig und hinterlässt am Ende wieder einen leeren Magen, sieht aber wenigstens nicht billig aus und eignet sich so unter Umständen selbst für Gelegenheitsgucker zum lockeren Zeitvertreib. Insgesamt ist "Marine 2" unter ähnlichen Voraussetzungen aber die bessere Wahl.

*weitere Informationen: siehe Profil

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