Die Maya-Prophezeiung hat im Bereich der Katastrophenfilme einiges losgetreten und auch Trittbrettfahrer von Erfolgsfilmen animiert, mal ihren Senf zum Thema beizusteuern.
Wenn das Endergebnis jedoch so aussieht, als hätten die Jungs von "Asylum" einen eher schlechten Tag erwischt, kommen selbst eingefleischten Genrefans die Tränen.
Bei Ausgrabungen in Peru wird ein 2000 Jahre altes Relikt in Form eines Steines gefunden, welches von Tierkreiszeichen umgeben ist. Über Umwege geraten Prof. Neil Martin und sein Sohn Colin zu dem Fundort, um festzustellen, dass bereits eingetretene Katastrophen einen Zusammenhang aufweisen. Während sich dubiose Gestalten um das Artefakt reißen, wird die Zeit knapp, da die Konstellation der Tierkreiszeichen auf das Ende der Menschheit hindeutet...
Den ersten Eindrücken zufolge könnte man tatsächlich auf eine bekannte Produktionsschmiede wie SyFy tippen, denn die kanadische Independentproduktion unter Regisseur W.D. Hogan beschreitet recht ähnlich gelagerte Wege, um ein geneigtes Zielpublikum zu finden:
Klischeefiguren vom Reißbrett, kaum markante Mimen, durchwachsene CGI und eine Geschichte, welche von zahlreichen Kontinuitätsmängeln und Unwahrscheinlichkeiten umgeben ist.
Dabei sehen die ersten Computereffekte in Form eines Meteoriteneinschlages gar nicht so übel aus und auch ein herannahender Planet kann sich gegen Ende sehen lassen. Doch obgleich das Treiben ein latent hohes Tempo aufweist, wollen sich kaum spannende Momente einstellen, da jeweilige Bedrohungen wahllos aus dem Hut gezaubert werden.
Mal sind es Geysire (einfach so in die Landschaft geworfen), dann ein Tsunami (ganz übler Effekt), dazwischen tummeln sich korrupte US-Regierungsbeamte (was auch immer die in Peru verloren haben), während Peru selbst zwischenzeitlich wie ein Waldstück in der Pfalz ausschaut.
Da hilft der Gastauftritt von Christopher Lloyd wenig, denn dieser erinnert zwar in Ansätzen an seine bekannteste Rolle in "Zurück in die Zukunft", doch das gestaltet den Verlauf umso hanebüchener, wenn dieser gegen Showdown mit einer uralten Maschine um die Ecke kommt.
So wechseln sich groteske Ideen mit eklatanten Regiefehlern ab, Fahrzeuge werden von einer Szene zur nächsten auch mal kurzfristig ausgewechselt, während der Versuch von Humoreinschüben an platten Pointen scheitert.
Unterhaltsam ist das sparsam inszenierte Endprodukt allenfalls, wenn sich der Betrachter vom Ereignisreichtum in die Irre führen lässt, - einen Sinn ergibt das Ganze jedoch nicht.
Knapp
3 von 10