Einer der ersten Filme von Clint Eastwood und meiner Meinung nach einer seiner wichtigsten. Der wohl bekannteste und begnadetste italienische Western-Regisseur schuf mit "Für eine Handvoll Dollar" eines seiner Filmen Meisterwerke des Films.
Dabei ist die Story denkbar einfach: Ein fingerfertiger Pistolero kommt in eine Kleinstadt an der mexikanischen Grenze, in der sich zwei rivalisierende Gangsterbanden bis aufs Blut bekriegen. Sein Plan: er will die beiden Streitparteien gegeneinander ausspielen und dabei viel Kohle machen. Sein Plan gelingt, doch auch er soll am Ende seinen Preis bezahlen...
Wie schon gesagt: nicht sehr diffizil der Plot aber sehr wirkungsvoll, denn Sergio Leone holt aus der schlichten Story alles heraus, was einen sehr guten Western ausmacht. Viel Western-Flair, viele Schießereien und ein knallharter Showdown - hier gibt es alles. Zur staubigen (Wüsten-) Atmosphäre des Films trägt auch die unkonventionell-geniale Musikuntermalung bei. Diese wurde allerdings nicht Ennio Morricone (wie bei späteren Leone-Werken) geschrieben, sondern von einem gewissen Leo Nichols. Der steht dem Maestro allerdings in Sachen melancholisch-mitreißenden Kompositioen in nichts nach. Die Darsteller bemühen sich, doch außer Clint Eastwood als gewiefter Fremder sticht keiner heraus.
Für alle, denen die Story bekannt vorkommt: Der gleiche Plot wurde noch einmal 1996 notdürftig variiert als "Last Man Standing" mit Bruce Willis verfilmt. Nur verlegte Walter Hill die Story dort ins Amerika der Prohibitionszeit.
"Für eine Handvoll Dollar" ist und bleibt ein stilprägender Italo-Western mit toller Musik, einem guten Spannungsbogen und einem Clint Eastwood, der mit seiner Rolle das Westerngenre und seine nachfolgende große Karriere maßgeblich prägte. Schlicht und ergreifend: ein Klassiker und Meisterwerk des (Italo-)Westerns.