Mit „Für eine Handvoll Dollar“ begründete Sergio Leone ein neues Genre: den Italo-Western. Dadurch wurde er und sein Hauptdarsteller Clint Eastwood weltberühmt. Vor allem begann für Eastwood eine große Hollywood Karriere. Dies hier ist der erste Teil der sogenannten Dollar Trilogie.
Der Revolverheld Joe (Clint Eastwood) kommt nach New Mexiko um ein paar schnelle Dollar zu machen. In der Kleinstadt herrschen zwei rivalisierende Banden. Auf der einen Seite die Rojo´s und auf der anderen die Baxter´s. Joe heuert bei beiden Banden an und lässt sich von beiden für seine Dienste bezahlen, um sie letztlich gegeneinander auszuspielen.
Von nun an bekämpfen sich beide Gangsterbeiden bis auf den Tod und Joe steht mittendrin in der Schusslinie.
Damit wäre die Story im Großen und Ganzen schon erzählt. Denn Joe ist ein Gesetzloser und kein Held im übertragenen Sinne. Er verfolgt nur ein Ziel und zwar, dass sich seine Taschen mit soviel Geld es nur geht füllen, so dass er weiter ziehen kann um seine gleiche Masche wieder in einer anderen Stadt fortzusetzen. Also bietet er beiden Banden seine Dienste an, erschießt einige der Männer und schiebt es der anderen Bande in die Schuhe. Hier und da täuscht er sie auch um für die Informationen die er ihnen überbringt, sich auszahlen zu lassen. Somit ist er ihnen immer einen Schritt voraus und hetzt beide Gegner gegeneinander auf.
Trotzdem hasst er Ungerechtigkeit, und befreit Marisol (Marianne Koch), die das Eigentum von Ramón Rojo (Gian Maria Volonté) ist, weil ihr Mann ein Kartenspiel gegen ihn verloren hat und seine Schulden nicht begleichen kann. Somit ist er auch ein recht schaffender Mann.
Die Kulissen bestehen aus kleinen nebeneinanderstehenden Häusern, die einfach typisch für Western sind. Leider hat man nicht daran gedacht die Kleinstadt mit Menschen zu füllen. Denn außer Joe, den beiden Gangsterbanden, einem Leichenbestatter und einem Wirt ist in der Stadt gar nix los. Somit liegt der Fokus in Leone´s erstem Dollar Film klar auf diesen Protagonisten. Die Landschaftsbilder wurden toll eingefangen und sorgen für einige tolle Panoramabilder, wie Berge, Friedhöfe und auch der Galgen darf an dieser Stelle natürlich nicht fehlen.
Die Duelle sind hier gut in Szene gesetzt, auch wenn Leone in den darauf folgenden Filmen die Spannung noch deutlich angehoben hat.
Höhepunkt des Films ist sicher der Hinterhalt und anschließende Überfall auf einen Geldtransport, der viele Opfer fordert.
Clint Eastwood ist als Revolverheld Joe einfach eine Wucht und liefert eine klasse Leistung ab. Vor allem strahlt er eine Coolness aus, die während des gesamten Films anhält. Dagegen kann keiner ankommen, obwohl alle Darsteller auf gutem Niveau agieren. Vor allem ist Gian Maria Volonté als Anführer Ramón Rojo ein richtig guter Fiesling, der einfach prima ins Geschehen passt.
„Für eine Handvoll Dollar“ ist noch nicht so episch wie die anderen beiden Dollar Fortsetzungen. Dennoch deutet Leone hier an, was er in späteren Filmen noch verbesserte. Ennio Morricone´s Score klingt einfach Klasse und fügt sich prima in die staubtrockene Wüstenlandschaft ein.