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Easy riders beschreibt das Leben bzw. die Reise zweier Biker, die lösgelöst von der amerikanischen Gesellschaft ihr Leben Leben wollen. Dabei treffen sie auf Hippies, nehmen Drogen und wollen schlicht nur existieren und frei sein.
Der Film übertreibt an der ein oder anderen Stelle, vorallem wenn es um die Schicksalsentwicklung der Charaktere geht, doch das es sich dabei um Botschaften und Symbole handelt wenn man es im Gesamtbild mit den vorherigen Szenen sieht kann man nicht anstreiten. Die Kamera ist solide und es werden einige untypischere Elemente eingebaut wie schnelle Schnitte hin und her beim Wechseln einer Szene. Das herrausragenste ist hierbei bei der Drogenszene ziemlich gegen Ende zu finden, die zwar einfach aubebaut ist (es wird nur schnell geschnitten und der Ton verändert), dies aber eine ziemlich einprägende Wirkung hat und viele andere neue Szenen, die einen Rausch darstellen, schlicht und ergreifend abhängt und blass aussehen lässt.
Die Grundaussage des Kultfilmes ist eine Kritik am konservativen Amerika, dass zu Zeiten des Filmes ja noch ziemlich verbreitet war und auch heute noch ist, und ihrer Intoleranz gegenüber andersartigen Lebensstilen. Diese Intoleranz ist zwar übertrieben dargestellt und wirkt nicht unbedingt realistisch, hat aber fasst schon einen surrealen Charakter und überzeugt.
Dennis Hopper,peter Fonda und Jack Nickolson in einer größeren Nebenrolle werden glaubwürdig gespielt und sind die Sympathieträger des Filmes. In den Dialogen des Filmes findet man sehr gute Elemente und Ansichtspunkte, die einfach aber treffend formuliert sind. Man merkt das sich Dennis Hopper, der neben der Hauptrolle auch Regie führte, sich Gedanken gemacht hat. So wundert es auch kaum, wenn gegen Ende des Filmes ein Brecht-zitat an der Wand eines Bordells die Hauptkritik des Filmes an der pseudotoleranten konservativ-christlichen Gesellschaft, die sich nach Freiheit sehnen, aber aus Angst vor jener ein von doppelmoralen geprägtes Leben in alter Tradition und Familie führen, metaphorisch auf den Punkt bringt
Das Hauptlied des Filmes "born to be wild" bedarf wohl keiner weiteren Besprechung, da es sich um einen Klassiker des Rocks handelt.Einzig das Empfinden von manchen Längen im Film trübt den Eindruck am Film ein wenig. Wieder fehlt ein Stück, um den Film in den Status von herrvorragend zu setzen, sehr gut ist er allerdings allemal.

Fazit: Gelungenes Regiedebüt und interesanter Kultfilm in und über die 60er Jahre und ein Lebensgefühl.

8.5/10 Punkten

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