Vor nicht allzu langer Zeit entschlossen sich 2 Männer, welche beiden den Dogen nicht unbedingt abgeneigt waren, einen Film zu drehen. Diese Männer sind Dennis Hopper und Peter Fonda und der Film trägt den Namen Easy Rider. Und nachdem der Film erschienen ist, änderte sich plötzlich einiges.
Es gibt nicht viele Filme wie Easy Rider. Das Werk wurde nicht nur zum Kultfilm einer ganzen Generation, sondern er revolutionierte auch noch die Filmwelt in einer Art und Weise, wie es nicht oft vorkommt. Mit einem Budget von gerade einmal 400000 Dollar wurde der Film von Hopper inszeniert und von Fonda produziert. Darüberhinaus waren die beiden noch fürs Drehbuch verantwortlich und spielten die Hauptrollen. Easy Rider traf den Nerv der Zeit und spiele 17 Mio Dollar ein. Durch den Erfolg des Low Budget Streifens, gaben die Studios fortan vermehrt jungen Filmemachern eine Chance und die wussten sie zu nutzen. Einer ganzen Schar von großartigen Regisseuren und Schauspielern wurde somit die Tür geöffnet. Unter diesen befanden sich unter anderem: Francis Ford Coppola, Martin Scorsese, Steven Spielberg, Al Pacino, Robert De Niro, Dustin Hoffman und Jack Nicholson.
Doch die Zeiten haben sich eben geändert. Auch ein Citizen Kane ist zwar auch heute immernoch gut, aber für mich dann schon eher langweilig. Mit Easy Rider verhält es sich ähnlich. Von der heutigen Generationen werden nur wenige was mit dem Film anfangen können. Ich persönlich bin fasziniert von dieser Zeit und hätte gern dort gelebt und trotzdem ist er auch für mich an einigen Stellen sehr langweilig. Vor allem die Szenen in der Hippie Kommune und die hoffnungslos veraltete Darstellung eines LSD Trips zerren ganz schön an die Nerven. Doch die Landschaftsaufnahmen und vor allem die Musik sind auch heute noch großartig. Den entscheidenden Impuls für die Geschichte stellt aber die Begegnung mit Jack Nicholson dar. Die Szenen mit ihm retten den Film vor belangloser Langeweile. Nicholson wurde mit dieser Rolle berühmt und das vollkommen zurecht. Absolut großartig verkörpert er den dauernd saufenden Anwalt und spielt Hopper und Fonda mit Leichtigkeit an die Wand. Schon damals lies sich erahnen was für eine Weltklasse Schauspieler er ist. Sein Tod ist die tragischte Szene des Filmes. Aber auch Hopper und Fonda sind alles andere als schlecht.
Fazit: Easy Rider ist zwar vom heutigen Standpunkt ausgesehen an einigen Stellen hoffnungslos veraltet, ist aber was die Aussage betrifft absolut zeitlos und die revolutionäre Power die er mit sich brachte ist auch heutzutage noch zu spüren. Darüberhinaus hat man einen tollen Soundtrack und einen genialen Jack Nicholson. Der Kultstatus ist berechtigt.
8/10