Easy Rider - ein Film der Kultstatus erlangt hat. Muss man ihn deshalb lieben oder für gut befinden? Nun das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Im Wesentlichen geht es bei diesem Streifen um die späten 60er in Amerika... um die Hippies, Drogen und Freiheit.
Durch einen Drogendeal an eine Menge Geld gekommen, erfüllen sich Bill und Wyatt ihren Traum von Freiheit. Sie kaufen sich zwei Harleys und düsen von Los Angeles nach New Orleans zum Karneval Mardi Gras. So fahren die beiden also von der Westküste quer durch Amerika zur Ostküste und begegnen dabei den unterschiedlichsten Menschen. Die einen sind ihnen durchaus freundlich gesinnt, andere wiederum können mit diesen langhaarigen "Herumtreibern" wenig anfangen und bringen dies teilweise auch sehr deutlich zum Ausdruck.
Besonders faszinierend sind die Landschaftsaufnahmen und ein grosses Lob erhält natürlich auch der Soundtrack mit seinen zeitgenössischen Rocksongs wie z.B. dem legendären Born to be wild von Steppenwolf.
Der Film versucht das damalige Lebensgefühl zu vermitteln. Die grosse Sehnsucht nach wahrer Freiheit und Unabhängigkeit. Dabei wird nicht nur das Leben der Hippies dargestellt. Mit drohendem Zeigefinger werden auch Vorurteile angemahnt. Und nicht zuletzt geht es auch um Drogen. Genauer gesagt um Marijuana, LSD und Kokain. Während Kokain (gleich zu Beginn der Drogendeal) und LSD (gegen Ende des Films ein Trip) dabei eher nebenbei propagiert werden, wird in dem Film gekifft was die Papers hergeben. Wäre man boshaft, könnte man Easy Rider als Werbefilm für Cannabis bezeichnen. Oder wie es Peter Fonda in dem Film formuliert: "Am Morgen ein Joint, und der Tag ist dein Freund."
Leider wirkt die Erzählweise zum Teil doch sehr langatmig und kann Action-Fans, oder special-effects-Puristen nicht in Freude versetzen. Doch wer sich gerne mal was sozialkritisches gönnt, der kann sich diesen Film ruhigen Gewissens ansehen. Der Film bietet mehr als man tatsächlich zu sehen bekommt und kann durchaus zum nachdenken anregen. Doch der Kultstatus ist für meine Begriffe nicht nachvollziehbar.