Die dritte Runde für den viel beschäftigten Danny Trejo als "Bad Ass" und die zweite für Danny Glover, welcher bereits im Vorgänger mitwirkte. Autor und Regisseur Craig Moss, welcher zwischendurch einige uninspirierte Parodien ablieferte, bleibt zwar der Linie der beschwingten Senioren-Action treu, doch seine Story leidet unter mangelnder Originalität.
Die Freunde Frank (Trejo) und Bernie (Glover) reisen von L.A. nach Baton Rouge, Louisiana, um als Gäste an der Hochzeit ihrer Freundin Carmen (Loni Love) teilzunehmen.
Doch nach einer Feier wird Carmen von Unbekannten entführt, die Polizei scheint machtlos, ergo nehmen die alten Haudegen die Angelegenheit selbst in die Hand...
Danny Glover fungierte schon mit Mel Gibson recht erfolgreich als Buddy-Gespann, im Zusammenspiel mit Trejo funktioniert das altersbedingt auch recht gut, denn nicht selten müssen leichte und schwere Wehwehchen als Vorwand für ein Ablenkungsmanöver dienen, während Alltagsgegenstände wie Golfball oder Zapfhahn als Waffen zweckentfremdet werden. Als das Duo einen Bankraub vereitelt, erscheinen die beiden erneut in den Medien, allerdings bleibt der Spaß mit den Konflikten moderner Technik im Vergleich zum Original ein wenig auf der Strecke.
Stattdessen teilen die Kerle in regelmäßigen Abständen aus, denn sobald sich ein Verbrechen ankündigt, werden Rednecks oder Halbstarke aufgemischt, eine halbe Spelunke wird auseinander genommen oder ein Flugzeug notgelandet, obgleich die Szene direkt aus "Air America" hineinkopiert wurde, was ein paar unfreiwillig komische Züge annimmt.
Der Entführungsfall nebst einigen Nebenhandlungssträngen verläuft indes komplett überraschungsfrei, denn rasch wird klar, wie ein Großteil der hiesigen Cops tickt und welche Drahtzieher da noch ihre Finger im Spiel haben könnten. Genauso erahnbar sind die Folgen eines Geschenkes in Form einer Uhr aus Titan und auch die Prophezeiung eines künftigen Helden erfüllt sich natürlich zum Showdown, welcher mit einigen blutigen Einschüssen ein paar Gewalteinlagen bereithält.
Die Spiellaune von Trejo und Glover und auch die eines John Amos trösten über diverse Schwachstellen der Story hinweg, während einige Situationskomik, beherzte Kommentare und flapsige Bemerkungen für Kurzweil sorgen.
Wirklich spannend gerät die Angelegenheit zwar nie, doch kleine Actioneinlagen und ein rundum sympathisches Duo sorgen erneut für einen ordentlichen Unterhaltungswert, während sich ein vierter Teil in Bangkok bereits ankündigt und dann eine hoffentlich etwas bessere Story mitbringt.
6,5 von 10