Review

Gangster-Epos. Brian de Palma ist wahrlich kein unbekannter. Filmische Geniestreiche wie „Die Schwestern des Bösen“, „Carrie“  oder „Scarface“  gehen auf sein Konto. Den bislang letzen filmischen Beitrag, der sich in dieser Liga einreiht gelang ihm mit diesem. Eine wunderbare, epochal angelegte Geschichte, getragen von sehr guten Darstellern. Allen voran einer der letzten grossen Charaktermimen Hollywoods: Al Pacino. Dieser spielt den geläuterten Gangster, der zwischen seinen Aussteigerträumen und seiner Pflichterfüllung hin und her gerissen wird, mit einer Intensität, das man einfach mitfühlen muss. Das Milieu wurde in sehr natürlichen, teils recht grimmigen Bildern, eingefangen und mit der wunderbaren Musik von Patrick Doyle unterlegt. Interessant ist auch die Quasi-Thematisierung der Jesus-Geschichte, die man in der Darstellung von Carlito Brigante entdecken kann. Wer den Film anfängt zu schauen, kommt mit Sicherheit nicht davon los bis die End-Credits einsetzen. Ein moderner Klassiker.

Score: 10
Härte: 5

Details
Ähnliche Filme