Polizei-Anfängerin Jessica Loren übernimmt die Nachtschicht in einer heruntergekommenen Polizei-Wache, wo sich nicht nur unheimliche Penner herumtreiben und irgendwelcher biologische Beweismittel-Müll zwischengelagert wird, sondern auch ein satanisches Serienkiller-Trio mal kollektiv Selbstmord begangen hat. Gruseliger Shit happens... und wenn's nach mir ginge, könnte er sogar auch noch etwas gruseliger sein, denn mehr als eine ziemlich über Gebühr aufgebauschte Version von "House of the Devil" (wenn auch nicht so gnadenlos lethargisch und aktionsarm wie die besagte Ti West-Schlaftablette), die sich dieses Mal halt nur im Setting von John Carpenters "Assault On Precinct 13" abspielt, was immerhin aber den einen oder anderen Fan erfreuen dürfte (denn solche Klassiker-Verweise sind ja immer ganz nett), ist nicht dabei herumgekommen. Regisseur Anthony DiBlasi gibt sich hier zumindest Mühe, aus dem Nichts an Produktionsmitteln noch einigermaßen was zu zaubern und so zu verschleiern, wie billig die ganze Chose augenscheinlich doch gewesen ist, aber bereits mit seiner arg danebengegangenen Clive Barker-Adaption "Dread" hat der gute Mann ja bereits den Beweis geliefert, dass es sich bei ihm nicht unbedingt um eine hell strahlende Leuchte auf dem Regie-Stuhl handelt, sondern halt eher um 'ne trübe Funzel... und als vermeintlichen Hoffnungsträger für das Genre braucht man ihn deshalb auch gerade mal gar nicht auf dem Schirm haben. Unterm Strich ist "Last Shift" zwar keinesfalls so richtig schlecht und kann immerhin noch ein paar gute Momente und ein, zwei pfiffige inszenatorische Einfälle auf seiner Haben-Seite verbuchen, aber leider eben auch einen allgemeinen Mangel an Sinnhaftigkeit, eine blasse Performance der Hauptdarstellerin, und ein absolut banales Non-Ende, was den Gesamt-Eindruck nochmal zusätzlich trübt. Sicher kein völliges Ärgernis... für 'ne wirkliche Empfehlung reicht es aber eben auch nicht.
5/10