Review

„Bloodstream stinks!“ 

„Bloodstream“ ist ein bizarrer, doppelbödiger Untergrundhorrorfilm über einen Amateurfilmemacher, der von einem Filmverleih verarscht wird und zur mörderischen Rache an all denen ansetzt, die nicht an ihn geglaubt oder ihn gleich ganz über's Ohr gehauen haben… 

Mehr meta, weniger Wucher

Ein wenig Argento, ein wenig Lustig, ein wenig Waters, ein wenig Wochenendprojekt. Unheimlich kleines Budget, unheimliche Wirkung. Alles steif und doch glaubhaft. Alles komisch und doch intensiv. Alles rau und doch mit soften Übergängen. Wohl Michael J. Murphys bekanntestes Werk. Und sehenswert! Ein-Mann-Armee-Unikum. Zumindest wenn man mit No-Budget-Untergrund-Horror etwas anfangen und das alles korrekt (ein-)schätzen kann. Die Ebenen verschwimmen, beide Seiten haben etwas. Zwischen VHS und Wahnsinn, zwischen Fan, Filmemacher und Full-on-Mörder. Ist das noch Film oder schon Fantasie? Hat das Konsequenzen oder Konfusion? Leihgebühren oder Laienfehler? Augenzwinkern oder Abgrund? Videoconvention oder Vollkatastrophe? Peeping Tom, Dr. Phibes oder Henry, der Serienkiller? 

Fazit: unfassbar ambitioniert, verschachtelt, verspielt, wirr und faszinierend für sein Mikrobudget… „Bloodstream“ duftet nach nischigster Nische! Mehr Special Interest, Untergrund und Kult im engsten Sinne des Wortes geht nicht. 

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