Es sollte das krönende Ereignis für das Paar Skylar und Dan werden, als sich die jungen Leute vor zahlreichen Gästen das Ja-Wort gaben - doch kurz danach setzt ein übernatürliches Ereignis ein, dem auf einen Schlag gut zwei Drittel der Hochzeitsgäste zum Opfer fallen. Ohne äußerlich erkennbaren Grund stürzen die meisten Menschen, jung und alt, einfach tot zu Boden, während von draußen orkanartige Geräusche zu vernehmen sind.
Das frisch verheiratete Pärchen und seine engsten Freunde Jack, Allison, Sam sowie der stets alles mit seiner Kamera filmende Tommy haben die erste Welle dieser apokalyptischen Heimsuchung überlebt, wissen aber nicht, wie sie sich schützen könnten. In der einsetzenden Dämmerung stürzen sich nun auch monsterartige Wesen vom Himmel, die weitere zahlreiche Opfer fordern; u.a. ist in der Nähe ein Flugzeug abgestürzt.
Es gelingt der Gruppe, in eine nahegelegene Kirche zu gelangen, in der sich schon einige Gläubige verrammelt haben. Dort wird auch die schwer verletzte Skylar verarztet, doch die zur Neige gehenden Antibiotika scheinen ihr nicht helfen zu können, wie eine Schwester anmerkt. Die meisten Anwesenden, welche die Ereignisse mit biblischen Voraussagen begründen, denen man nicht entkommen kann, verhalten sich daher auch eher passiv, als die Monster gegen die Kirchenfenster schlagen und Einlaß begehren. Als letzte Zuflucht bleibt der Keller unter der Kirche, während die Invasoren im Stockwerk darüber bereits hörbar das Kircheninventar zertrümmern. Werden Dan und seine Freunde dieser Apokalypse noch entkommen...?
In recht gemächlichem Tempo läßt Regisseur und Drehbuchautor Casey La Scala seine Weltuntergangsgeschichte The Remaining beginnen, stellt ein paar belanglose Teens bzw. Twens vor, bevor dann das Unheil plötzlich und unerwartet hereinbricht. Nach dieser, von einigen CGIs und entsprechender Geräuschkulisse untermalten Spannungsspitze verschleppt die Regie dann jedoch das Tempo und läßt die Schutzsuchenden mit langatmigen Dialogen zwischen Seifenoper und Philosophie Zeit schinden.
Das Rätsel um die merkwürdigen Erscheinungen, dessentwegen wohl 99,99% der Zuschauer den Streifen weiter verfolgen, will und will sich einfach nicht lösen - dafür wird einer hanebüchenen religiösen Interpretation der Vorgänge zunehmend Raum gegeben: angeblich handelt es sich um bevorstehende biblische Plagen aus der Offenbarung des Johannes, wobei sich der Regisseur die unhaltbare These erlaubt, daß diese nicht nur unabwendbar seien, sondern obendrein auch noch gerecht (wtf?). Höhepunkt des bis dato eher langweiligen Streifens ist in den letzten 10 Minuten dann eine kollektive Hinwendung der jungen Hauptdarsteller zu einer positiven Akzeptanz des Ganzen - Letzteres hat dann nichts mehr mit Religion, ja nicht einmal mit einer christlich-fundamentalen Sichtweise zu tun, sondern erinnert frappierend an Massenselbstmorde wie z.B. jenen 1978 in Guyana.
Diese Kernaussage des Films, unvereinbar mit jeder neutestamentarischen Interpretation eines Gottes der Nächstenliebe, führt dann schließlich zur Abwertung dieses Machwerks, das selbst bei streng neutraler Sichtweise kaum eine einzige Szene enthält, die man sich merken müßte, von den bestenfalls durchschnittlichen Leistungen der sich keine weitere Erwähnung verdienenden Darsteller gar nicht zu reden. Ein absurdes Drama, dessen wieder einmal weitgehend unzutreffende Etikettierung als Horrorstreifen die meisten Zuseher verärgert zurücklassen dürfte. 1 Punkt.