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Als Darsteller konnte der Brite David Hewlett bereits zahlreiche Erfahrungen sammeln, als Regisseur liefert er indes sein drittes Werk ab, welches deutlich an Kubricks "2001: Odyssee im Weltraum" angelehnt ist. Wäre problemlos zu verschmerzen, wenn der Stoff nicht an akuter Eigenkreativität leiden würde.

Sechs Cyberkriminelle erhalten im Hinblick auf eine Haftverkürzung die Möglichkeit in einem Raumschiff Programmierfehler zu beseitigen. Rasch werden sie mit Wächter Iam, einer künstlichen Intelligenz in Menschengestalt konfrontiert und diese versucht sie mit allen Mitteln von ihrem Vorhaben abzubringen...

Das Geschehen spielt sich ausschließlich im Innern des Raumschiffes ab, was eine entsprechend klaustrophobische Note mit sich bringt. Eine Vorgeschichte gibt es allerdings nicht, lediglich die Feindseligkeit von Iam wird während der Exposition angedeutet.
Die sechs Hacker nebst Aufpasser Capra wirken leider recht austauschbar und auch die Figurenzeichnungen fallen dürftig aus, denn neben einer gescheiterten Teamleiterin gibt es allenfalls noch den Milchbubi, welcher telefonischen Kontakt zu seinem jüngeren Bruder sucht und somit einen Hauch an Emotionalität einfließen lässt.

Lange Zeit fummeln die Protagonisten an ihren virtuellen Tastaturen herum, beim Blick auf diverse Monitore gibt es einige Egosichtweisen, während die einfältig gestalteten Sets nicht unbedingt für Abwechslung sorgen. So mäandert das Treiben eine ganze Weile langweilig vor sich hin, bis Iam sich offenbart und mithilfe kleiner Computerspielereien die Individuen in Fallen lockt oder sie gegeneinander auszuspielen versucht.

Ab da gerät das Treiben zumindest ansatzweise temporeich und zum Teil auch recht blutig, indem ein Körper zerteilt oder ein Schädel eingeschlagen wird. Ein Klon tritt gegen mehrere Klone an, das Herzstück des Wächters muss gefunden werden, wobei die Gruppe folgerichtig dezimiert. Der Score treibt immerhin einigermaßen an, die wenigen Effekte sehen passabel aus und geschauspielert wird auch halbwegs brauchbar, nur die unterhaltsamen Parts setzen eben deutlich zu spät ein.

Insofern verpassen Genrefans nicht viel, wenn sie das einfach gestrickte Weltraumabenteuer auslassen. Obgleich sich das geringe Budget nur teilweise negativ bemerkbar macht, da das Interieur schlicht zu steril daherkommt, ist handwerklich in Sachen Kamera und Schnitt nicht viel anzukreiden. Demgegenüber packt die Story jedoch kaum und weist insgesamt zu wenige spannende Momente auf, - nichts Markantes, es mangelt an originellen Ideen und nach kurzer Zeit sind die Erinnerungen an das Werk mal wieder "Lost in Space"...
4 von 10

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