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Eine Serienkillerin sitzt in der Psychiatrie und wird von einem Arzt im Gespräch begutachtet.

In Rückblicken wird die Folter an ihrem letzten Opfer gezeigt und man erfährt, dass sie Körperteile sammelt, um diese einem ominösen Wesen namens "Overlord" zum Opfer anzubieten.
Ob dieses Wesen die Ausgeburt ihrer Geisteskrankheit ist oder tatsächlich existiert bleibt bis zuletzt unklar und ist das raffinierteste an diesem Amateurfilm.
Der Fokus liegt eindeutig auf den Folterszenen, die simpel umgesetzt sind.
Da wird mal ein Zahn gezogen aber das ist so ungenau gefilmt, dass es genauso gut ein weißes Tic-Tac sein könnte. Die künstlichen Fingernägel, die ausgerissen werden, gibt es für wenige Euro im 100er-Pack im Internet zu bestellen.
Dem Mann wird noch ein Auge entfernt, an dem ein gut 30 cm langer Sehnerv hängt. Danach wird ihm noch im Gesicht rumgeschnibbelt.
Zwischendurch hat die Frau auch noch Sex mit einer vergammelten Leiche, die aussieht wie die in Necrophile Passion (2013) und Paraphilia (2014). Allerdings ist die dargestellte Szene deutlich besser als in den beiden Machwerken.

Der Cutter hat sich mit visuellen Effekte ausgetobt. Meist ist der Film in S/W aber gelegentlich auch mal in Farbe. Stellenweise sehen wir Stroboscope Geflacker, Videoüberwachungs- oder Super 8-Optik. 
Glücklicherweise arten diese "Experimente" nicht zu sehr in Richtung Kunstkacke aus. Ein Negativbeispiel hierfür wäre I Never Left the White Room (2000)

Verstörend ist der 50 Minütige Film sicher nicht. Das Opfer besitzt keine Charaktereigenschaften und spielt nicht gerade überzeugend. 
Dafür ist der Film flott erzählt und durchgehend unterhaltsam.
Wer also Lust auf einen ambitionierten amateur "Torture-Porn" mit Nekrophilen Szene hat, wird hier gut bedient.


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