Jeffrey Dahmer war einer der widerlichsten Serienmörder in der Geschichte der USA. Diese Verflmung des Stoffes, die eine biographische Aufarbeitung der Geschehnisse aus der Sicht Jeffrey Dahmers suggeriert, funktioniert auf keiner Ebene: Weder als erschütternde Biographie oder beunruhigendes Psychogramm, dafür ist sie zu flach und das Spiel des mit irgendeinem Schönling besetzten Dahmers zu unglaubwürdig, noch als durch die grafische Darstellung seiner Gewalttaten und Perversionen und des Leids seiner Opfer unterhaltsamer bis abstoßender Horrorschocker. "Dahmer" wirkt im Prinzip wie ein einziges Intro, eine zu lang gezogene Eröffnungssequenz; man wartet quasi die gesamte Filmlänge über darauf, dass irgendetwas wirklich Aufwühlendes passiert, das einen aus der als Resultat des halbgaren Gezeigten entstandenen Teilnahmslosigkeit errettet, bis das Einsetzen des Abspanns die Enttäuschung besiegelt. Da ist jede RTL2-Reportage besser gemacht.