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Der dümmliche Gärtner Caleb ist ein echter Schizo. Wird er von seinen Kunden (seltsamerweise nur ansehnliche Mädels) gekränkt, verwandelt er sich in seinen verstorbenen Bruder Lester, einen echten Frauenheld. Dann springt er mit den betreffenden Damen in die Kiste und bringt sie nach der Liebesnacht um.

Frauenmörder, die 1439.te. "The Love Butcher" ist ein typischer Sleazo-Thriller der Siebziger. Ebenso spekulativ wie naiv wird das Thema Schizophrenie ausgeschlachtet. Das ganze ist aber etwas zu verquast, um wirklich zu überzeugen geschweige denn zu schockieren. Die Motivation des Mörders bleibt unklar. Lester/Caleb redet vornehmlich nur wirres Zeugs und beruft sich bei seinen Untaten mal auf Rache für seinen Bruder, mal auf Gott und mal auf den Teufel. Manchmal scheint es auch ein Adonis-Komplex zu sein, der ihm zu schaffen macht. Was denn nun? Hier hat man zu viele Aspekte mit eingebracht, weniger wäre mehr gewesen. Wenn Caleb dann auch noch mit einer Zigarre-rauchenden Schaufensterpuppe (!) redet, driftet "The Love Butcher" zu sehr in die Trash-Ecke ab. Spannung desweiteren ist aufgrund des zu episodenhaften Aufbaus kaum gegeben. Alles sehr schade eigentlich, denn Regie und Schauspieler schneiden gar nicht mal so schlecht ab. Besonders der Darsteller des Caleb/Lester erweist sich als sehr wandlungsfähig und hat eben jenen Killer-Blick, den man für solch eine Rolle benötigt. Neben seinem guten Spiel fällt als weiteres Highlight aber nur das recht gorige Ende auf. Hier hätte man ansetzen sollen und mehr Effekte über den ganzen Film verteilen sollen, dann wäre "The Love Butcher" wohl wesentlich interessanter für den geneigten Horror-Fan. So bleibt aber nur nette Durchschnittkost für Freunde von heute nicht mehr ganz so sick erscheinenden Sickos und Maniac-Vorläufern. Immerhin zählt er aber zu den teuereren und professionelleren Vertretern seiner Sparte und hat mir z.B. weit besser gefallen als der vergleichbare "Rasiermesser-Killer"

Anmerkung: Laut Frank Trebbin ist der Streifen auch in Deutschland erschienen und zwar unter dem Titel "Schizophren". Von welchem Label ist mir leider nicht bekannt, aber das wird hoffentlich die Zukunft in Form eines Fassungseintrages zeigen.

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