Review

Hier ist der Name Programm!

Ein weiterer seltsamer und seltener Verteter der leicht schmierigen 70er/80er Trash-Slasher-WTF-Movies stellt sich vor. Und mit ihm Caleb, der verschrobene, häßliche Gärtner-Krüppel-Sack! Doch Caleb hat noch einen gutaussehenden, charmanten Bruder, oder? Jedenfalls müssen viele von Calebs weiblichen Kunden ihr Leben lassen... na, was da wohl im Busch steckt (grins)?

The Love Butcher von 1975 ist eine wirklich krude Mischung mit allerlei Beigeschmack. Und ich möchte meinen 12-Finger-Darm darauf verwetten, daß William Lustig dieses
 C-Filmchen auch sehr gut kennt, denn es gibt einige Parallelen zu seinem Maniac (1980); wie Schaufensterpuppen, Stimmen im Kopf und die Ausleuchtung im Appartment des Bekloppten.

Diese seltsame Melange reicht von horrormäßig recht gelungenen Szenen, welche sogar ganz eindringlich sind, bis zu Stellen, welche sehr theaterhaft und teilweise wie eine Komödie wirken. Strange! Dazu gesellt sich ein lustiger Soundtrack, unter anderem mit einer Interpretation von Beethoven (ich glaub, der war's).
Der durchaus vorhandene Blutverlust wird dabei eher zurückhaltend dargestellt, aber auch nicht nur offscreen. Es gibt also schon was zu sehen vom roten Naß. Was nackte Frauenkörper und dreckiges Gerede angeht, ist der Streifen dann auch schön sleazig. Apropos Gerede: hier läßt der wirklich talentierte Hauptdarsteller einigen Stuß vom Stapel. Erheiternd.

Insgesamt schon unterhaltsam, durch den komischen Stil aber doch eher fürs Kuriositätenkabinett. Liebhaber von Werken wie Maniac, Der Leichengießer, Der Psycho-Ripper usw. werden hier sicher ihren Spaß haben. 6/10

MovieMadness

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