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In den Jahren seit Hitchcocks PSYCHO sind verquere Außenseiter mit gespaltenen Persönlichkeiten in Psychothrillern immer stärker in Mode gekommen, doch SCHIZOPHREN geht mindestens noch 2 Schritte weiter als die meisten seiner Artgenossen von damals. Der Proto-Slasher präsentiert sich als skurrile Variante der Geschichte von Dr. Jekyll und Mr. Hyde und wird zur wahnwitzigen Ein-Mann-Show für den Schauspieler Erik Stern. Die Verwandlungen und die Selbstgespräche mit unterschiedlichen Stimmen gehen ja noch, aber die einzelnen Charakterfacetten des Love Butchers sind - bis auf den smarten Ladykiller Lester - kaum überzeugend. Der geistig zurückgebliebene Caleb mit seinen lupenartigen Brillengläsern ist so dermaßen überzeichnet, dass man ihn kaum ernst nehmen kann. Deplatzierte Comedy-Einlagen und grausige Dialoge ziehen den inhaltlich durchaus interessanten Film nur noch weiter runter.