Review

American Sniper, ein Titel an dem der Cineast schlecht vorbeirennen kann. 

Man wird groß mit Filmen aus dem Kriegsgenre wie Wir waren Helden, Windtalkers und James Ryan. Dann kommt man rein mit Die Brücke am Kwai und die von Arnheim, Stoßtrupp Gold, und einige weiter gute Streifen. Ernst wird es dann in Black Hawk Down, wo unter anderem die Einsatzbereitschaft von Soldaten das Herz aufgehen lässt, siehe Szene wo zwei Soldaten darum bitten auf das Feld ziehen zu dürfen um bei dem Versuch die Besatzung eines abgestürzten Helis zu sichern draufzugehen.

Krieg ist bestimmt nichts schönes, man kennt ja die Filme, oder das Video von damals. Hollywood und Konsorten packen gezwungenermaßen mehr oder weniger patriotism in ihre Streifen über Ausflüge ins Ausland, Stolz auf das Vaterland verkauft sich super. 
Auch der American Sniper kommt da nicht drum herum, allerdings verläuft sich der patriot hier ganz gut, da hier ein tatsächlicher Held aus nicht ferner Vergangenheit umschrieben wird. 
Clint Eastwood kann man fühlen, in fast jedem seiner Streifen. Bradley Cooper kann man auch fühlen, weil da in der Regie einer weiß wies geht. 

Mit Spoiler 

Der Einstieg erfolgt relativ sanft, ein texanischer Cowboy aus dem Bilderbuch mit ohne Ambitionen in seinem öden Coboydasein erfährt aus dem TV über den Soldatenmut und gönnt sich eine Seal Ausbildung. Es folgt 9/11 und er darf mit seinen Geräten und Freunden nach Irak Urlaub machen. Seine Aufgabe sind wie der Titel erzählt. 
Chris Kyle erfährt durch sein Talent ansehen, nicht nur einmal rettet er durch sein Scope Kameraden. Es werden verschiedene und Genre-neue Szenarien gezeigt, Freunde des Kriegsgerätes werden zudem fein bedient. Das Gewehr wird gezeigt, in seiner vollen Pracht, bleibt aber noch dezent ausgeleuchtet. Urlaub und Frau mit Baby stressen den Abenteurer, ein gegnerischer Scharfschütze lässt ihn nicht so recht schlafen. Der Film geht weiter, siehe selbst. 
Das bekannte Ende über den Helden mit stolzer Abschusszahl kommt sehr dezent, ich hatte eine hässliche Ausmalung erwartet. 
Während des Films gelingt Cooper die Darstellung sehr gut. Unbeeindruckt meistert er unangenehmes und das unter Beschuss. Ein guter Soldat nimmt einiges hin wie es scheint. Gegen Ende rennt er einmal mit Profis gegen den Sniper, man fühlt sich wohl mit ihm und seinen Miturlaubern. 

In 1em Krieg gibt es zwangsweise Helden und davon handelt der Film, Amerika hin oder her. 300 war übertrieben, aber dieser Kyle hat was geleistet für sein Ländchen. Die Hintergründe sollten da ausgeblendet werden. 


Fazit: Wertvoll, unbestreitbar. Kyle besucht seine Kameraden im Krankenhaus, sitzt apathisch vor der ausgeschaltenen Glotze und lauscht seinem eigenen Film. Hohe Autentizität bereiten Eastwood-bekannte Freude, dank an den Großmeister für etwas mehr wie zwei Stunden Lebensfreude. Auf ein, zwei weitere heiße Flicks noch von dem rüstigen..

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