Ich hatte mich lange vor diesem Film gedrückt, weil ich ein patriotisches Hohelied ala Peter Berg vermutet hatte. Doch so glanzvoll heroisch ist der Film zum Glück gar nicht. Sicher nicht ganz unpatriotisch, aber sensibel und kritisch erzählt. Meilenweit entfernt vom Pathos, wie z.b. in "Lone Survivor", oder Filme von Tony Scott oder Roland Emmerich; inhaltlich und formal eher an "The Hurt Locker" angelehnt.
Die Geschichte eines Soldaten. Kindheit, patriotische Naivität, Ausbildung und Kriegseinsatz. Narben des Krieges, die die Persönlichkeit zu zerstören drohen. Schliesslich eine neue Mission: die Errettung der vergessenen Veteranen, was ihn wieder mit seiner Familie zusammenführt, aber auch seinen Tod bedeutet. Damit endet der Film und zeigt erst jetzt Heldenpathos pur, wenn reale Szenen von der Trauerfahrt gezeigt werden. Das mögen Viele als pathetisch oder nationalistisch-verwerflich abstempeln - ich finde es gut, wenn man gefallenen Helden die Ehre gebürt und sie nicht vergisst. Zum Held wurde er übrigens nicht als Tötungsmaschine sondern als Lebensretter in vielen unterschiedlichen Situationen, die immer auch einen Teil der Seele gefressen haben.
Handwerklich ist der Film natürlich klasse - ein echter Eastwood eben. Aber nicht nur 2 Stunden Soldatendrama sondern auch packende Kriegsaction- alles wohldosiert und ausbalanciert. Guter Kriegsfilm - spannend und actionreich, inhaltlich anspruchsvoll. Nur der Titel ist etwas doof.... Klingt nach nem Actionreisser der 80er....