„Armour of God“ ist Jackies Versuch eine HK-Version von Spielbergs berühmten „Indiana Jones“ zu schaffen. So wirklich gelingt ihm dies aber nicht. Zwar sind die Parallelen natürlich eindeutig zu sehen, allerdings fehlt Jackie einfach der Charme eines Harrison Fords in seiner Rolle. Abseits dieses Versuchs ist ihm aber wieder ein toller Actioner gelungen der mit exzellenten Kämpfen, Verfolgungsjagden und Stunts aufwarten kann. Besonders Jackies Kampf gegen die Sektenmitglieder und Amazonen ist spitze und er kann auch wieder seine Art der Kung-Fu-Slapstickkomik wunderbar ausspielen. Aber auch die Verfolgungsjagd durch die Stadt (mit anschließendem Sprung über eine große Brücke) und der Sprung von einer Klippe auf einen Heißluftballon (in Wirklichkeit erfolgte der Sprung aus einem Flugzeug heraus) sind absolute Highlights. Das die Story bei all der Action etwas vernachlässigt wird kann man da übersehen, zumal sie eh nicht wirklich sinnvoll und ausgereift rüberkommt. Auch die Hintergründe der Charaktere bleiben weitgehend ungeklärt. Bis auf das sie mal zusammen in einer Band gespielt haben erfährt man recht wenig über sie. Und auch die Geschichte der „Rüstung Gottes“ wird eher notdürftig in einer Rückblende zusammengeschustert.
Also wegen der Geschichte kann man sich diesen Film nun wirklich nicht ankucken.
Wer aber seine Freude an tollen Martial Arts Kämpfen und verrückten Stunts hat, der liegt genau richtig und wer eh Jackiefan ist macht mit diesem Film garantiert nichts verkehrt.
Vielleicht nicht gerade einer seiner besten Filme aber immer noch sehr gut.
Allerdings ist dies auch der Film der Jackie fast das Leben gekostet hätte. Bei einem eigentlich einfachen Sprung von einer Mauer auf einen Baum stürzte er ab und schlug mit dem Schädel auf einen Stein auf. In einer stundenlangen Notoperation musste ihm ein großer Knochensplitter aus dem Gehirn entfernt werden. Als Folgen ist er bis heute auf einem Ohr so gut wie taub.
Auch deswegen ist der Film für jeden Jackie Fan ein must see.