Review

Jackie Chan jagt auf den Spuren von Indiana Jones einem antiken Schatz hinterher.

Story:
Irgendwo in Afrika nimmt Jackie ein wertvolles antikes Schwert in Besitz, das Teil der "Rüstung Gottes" ist. Um seinen Geldsorgen zu entfliehen, verkauft er es auf einer Auktion an eine reiche Millionärstochter. Gleichzeitig bittet ihn sein Freund um Hilfe, denn Lora (Rosamund Kwan), die gemeinsame Jugendfreundin wurde von einer Sekte entführt, die die Rüstung ebenfalls haben möchte. Um sie zu befreien, nehmen sie die 3 Teile der Rüstung und Mae mit nach Jugoslawien, wo die Übergabe stattfinden soll. Doch es klappt nicht so, wie es geplant war. Lora bleibt weiterhin Geisel und wird unter Drogen gesetzt. So bringt sie Alan dazu, die Rüstung der Sekte zu übergeben. Es liegt nun an Jackie, die Rüstung zurückzuerobern und seine Freunde zu befreien...

Mit "Armour Of God" schwamm Jackie Chan Mitte der 80er auf der Abenteuerwelle mit, die von "Indiana Jones" ausgelöst wurde. Kombiniert hat er die nach üblichen Mustern gestrickte Story natürlich mit seinem typischen Humor und den wie immer perfekten Fights. Nach dem Indy-mäßigen Auftakt in Afrika wird erst mal ein wenig das Tempo rausgenommen und ein bisschen näher auf die Charaktere eingegangen. Allzu lange hält man sich damit aber nicht auf und schon bald geht's in Jugoslawien mit einer wilden Verfolgungsjagd richtig zur Sache. Danach wird von einigen kurzen Szenen abgesehen konsequent Gas gegeben und Jackie darf so richtig die Kampfsau rauslassen.

Wirklich brutal oder ernsthaft geht's dabei aber nie zu. Die Kämpfe haben stets einen humorigen Unterton und auf Knochenbrüche wird verzichtet. Für den nötigen Humor sorgen zudem die ständigen Streitereien zwischen Jackie und seinem Kumpel Alan, die auch in der deutschen Synchro größtenteils witzig ausgefallen sind. Überhaupt kann man der Synchro hier mal ein Lob aussprechen, denn Jackie und diverse andere Schauspieler wurden von professionellen Sprechern synchronisiert. Das lässt sich nun leider nicht von allen seinen Filmen behaupten.

Ebenso gutklassig sind neben den Kämpfen die Stunts, bei denen Jackie so manches Mal an die Grenzen der körperlichen Belastung ging. In den Outtakes wird beispielsweise gezeigt, wie der Sprung auf den Baum am Anfang des Films schiefging. Damit lässt sich auch erklären, warum Jackie für den Rest des Films viel längere Haare hat als am Anfang. Mit sonstigen Specialeffekts hält man sich außer einigen wenigen Explosionen zurück und gibt dafür dem Hauptdarsteller genügend Spielraum.

Fazit: Auch als Indiana Jones-Verschnitt macht Jackie eine mehr als gute Figur. Selbst der Soundtrack geht in Ordnung und verzichtet zum größten Teil auf schmalzige Songs. Stunts und Fights auf höchstem Niveau und dazu kaum Längen, da ist die Höchstnote natürlich Pflicht.

10 von 10 Punkten

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